Merz verspricht Peenebrücke in Wolgast: Kostenexplosion sorgt für Unruhe!

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Bundeskanzler Merz sichert die Finanzierung der Peenebrücke in Wolgast zu. Baukosten steigen auf 500 Millionen Euro.

Bundeskanzler Merz sichert die Finanzierung der Peenebrücke in Wolgast zu. Baukosten steigen auf 500 Millionen Euro.
Bundeskanzler Merz sichert die Finanzierung der Peenebrücke in Wolgast zu. Baukosten steigen auf 500 Millionen Euro.

Merz verspricht Peenebrücke in Wolgast: Kostenexplosion sorgt für Unruhe!

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim Kabinettsbesuch in Schwerin eine klare Zusage für die Fortführung des Bauprojekts der Peenestrombrücke in Wolgast gegeben. Die Finanzierung des Weiterbaus, der Teil der geplanten Ortsumgehung ist, wurde offiziell bestätigt. Mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro übersteigen die Baukosten die ursprünglich veranschlagten 140 Millionen Euro deutlich, was Anlass zur Besorgnis gibt. NDR berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium mittlerweile eine neue Kosten-Nutzen-Analyse vom Land fordert, um die Rechtfertigung dieser massiven Kosten zu überprüfen.

Die Situation ist komplex, denn bereits jetzt gibt es Verzögerungen bei der Auftragsvergabe, die durch die höheren Angebote der Bauunternehmen verursacht werden. Der Verkehr rollt zwar teilweise auf der Ortsumgehung, jedoch bleibt der Bau des Kernstücks der Brücke bis jetzt noch aus. Diese moderne Hängebrücke könnte nicht nur die Autobahn 20 besser mit der Insel Usedom verbinden, sondern auch die Wolgaster Altstadt vom anhaltenden Stau entlasten.

Verzögerungen und Unklarheiten

Die geplante Fertigstellung der Ortsumgehung ist für Ende 2028 angesetzt, doch Experten haben bereits Bedenken geäußert, dass dieser Termin kaum haltbar sein wird. Bürgermeister Martin Schröter von Wolgast zeigt sich unzufrieden mit den Verzögerungen, die den Fortgang des Projekts beeinträchtigen. Auch die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg kritisiert die Lage. Auch die CDU-Fraktion im Schweriner Landtag ist unzufrieden und macht Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für die Probleme verantwortlich. Die Politiker fordern von der Straßenbauverwaltung des Landes, das Verfahren zügig voranzutreiben, während Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) bestätigt, dass derzeit Verhandlungen mit Berlin laufen.
Das Bund muss innerhalb der nächsten vier Wochen eine Entscheidung treffen. Bis Ende November sind die Unternehmen an ihre Angebote gebunden, was die Dringlichkeit erhöht.

Die neue Wirtschaftlichkeitsprüfung liegt bereits in Berlin vor und scheint das Projekt weiterhin wirtschaftlich zu rechtfertigen. Dennoch bleibt unklar, wann die Freigabe durch den Bund kommen wird. Die Unsicherheit ist für alle Beteiligten spürbar und führt zu einer angespannten Lage, die es zu klären gilt. Nicht zuletzt sorgt ein aktueller Ausbruch der Geflügelpest in Sassen-Trantow für Aufstallungspflichten und Schutzzonen für mehrere Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald, was zusätzlich zu den Herausforderungen im Bauwesen beiträgt.