Neue Kreisstraße zwischen Loitz und Sassen eröffnet: Wo sind die Wartehäuschen?
Am 10.11.2025 wurde der erste Bauabschnitt der Kreisstraße VG8 bei Loitz eröffnet, Kosten: 1 Million Euro. Weitere Details zu Infrastrukturprojekten in Vorpommern-Greifswald.

Neue Kreisstraße zwischen Loitz und Sassen eröffnet: Wo sind die Wartehäuschen?
Am Montagmorgen wurde ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrsentwicklung im Amtsbereich Peenetal/Loitz erreicht: Der erste Bauabschnitt der Kreisstraße VG8 wurde feierlich übergeben. Diese Sanierungsmaßnahme erstreckt sich über vier Kilometer von der Abzweigung der B194 bei Loitz bis zur Ortslage Sassen, Abzweig Wiesenstraße. Die Kosten von rund einer Million Euro wurden gut investiert, um die Fahrbahndecke in moderner Asphaltbauweise zu erneuern und die Bankette anzupassen. Zudem wurden vier neue Bushaltestellen errichtet, die künftig die Anbindung an den öffentlichen Verkehr deutlich verbessern werden. Die Buswartehäuschen an diesen Haltestellen bei Treuen sind allerdings noch nicht montiert und deren Installation wird zeitnah erfolgen, wie nordkurier.de berichtet.
Im Rahmen einer neuen EU-Richtlinie schließen die Bushaltestellen direkt an den Fahrbahnrand an, wodurch die bisherigen Haltetaschen entfallen. Diese Maßnahme macht nicht nur das Warten auf den Bus komfortabler, sondern erhöht auch die Sicherheit für die Fahrgäste. Die Bürgermeister von Sassen-Trantow und Loitz äußerten sich durchweg positiv über die Baumaßnahme und deren gelungene Umsetzung.
Nachhaltige Verkehrsplanung und weitere Projekte
2026 sollen die nächsten Bauabschnitte der VG8 zwischen Loitz und Dersekow in Angriff genommen werden, wobei die Ortsdurchfahrten nicht saniert werden. Stattdessen wird die Sanierung in Sassen bis zur Abzweig Wiesenweg realisiert. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Straßenbauprogramms in Mecklenburg-Vorpommern. Wie die ndr.de berichtet, wurden für 2024 Investitionen von rund 171,1 Millionen Euro genehmigt, um sowohl Bundes- als auch Landesstraßen sowie Radwege zu erneuern.
Die Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse und René Firgt, der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, betonen die Notwendigkeit von Sanierungen, da Straßen kontinuierlich dem Verschleiß ausgesetzt sind. Im kommenden Jahr fließen unter anderem fast 100 Millionen Euro in die Bundesstraßen, um dort erforderliche Verbesserungen vorzunehmen.
Infrastruktur als Schlüssel zur Entwicklung
Der Fokus der Maßnahmen liegt nicht nur auf der Verbesserung der Straßen, sondern auch auf der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Küstenbereich. Hierzu stellt der Bundesverkehrswegeplan 2030 zahlreiche Aus- und Neubauprojekte in Aussicht, die auch für die Region Mecklenburg-Vorpommern von Bedeutung sind. Verschiedene Bauprojekte wie der Ausbau der B96, die Ortsumgehung Wolgast oder die Sanierung der Ortsdurchfahrten in kleineren Gemeinden spielen eine zentrale Rolle. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch Bundesmittel, wie auf wirtschaft-mv.de dargelegt wird.
Die Offenheit für digitale Lösungen, wie den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) zur Verwaltung von Planungsdaten, zeigt, dass die Planung auch modernisiert wird, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten. Trotz der Herausforderungen, wie dem Fachkräftemangel und dem Bedarf an Umweltverträglichkeitsprüfungen, ist die Hoffnung groß, dass diese Projekte langfristig positive Auswirkungen auf Tourismus, Güterverkehr und regionale Wirtschaft haben werden.