Neuer Klang für Franzburg: Glockenweihe in der Schlosskirche gefeiert!
Am 7.11.2025 wurde in der Schlosskirche Franzburg eine neue Glocke eingeweiht. Sie ergänzt das Glockenspiel und wurde aus Spenden finanziert.

Neuer Klang für Franzburg: Glockenweihe in der Schlosskirche gefeiert!
Am 7. November 2025 war ein großer Tag für die evangelische Kirchengemeinde in Franzburg, denn an diesem Tag wurde eine neue Kirchenglocke in die frisch sanierte Schlosskirche gezogen. Mit einem imposanten Kran wurde die rund 700 Kilogramm schwere Glocke in das neu restaurierte Glockenhaus transportiert. Dies war der Höhepunkt eines langwierigen Prozesses, der vor drei Jahren seinen Anfang nahm, als die Gemeinde beschloss, eine neue Glocke anzuschaffen. Insgesamt kamen 10.000 Euro an Spenden zusammen, die für diese wichtige Errungenschaft verwendet werden konnten. Die Glocke wurde von der renommierten Glockengießerei Bachert aus Baden-Württemberg hergestellt und trägt das eingängige Zitat “Ora et labora”, was so viel bedeutet wie “Bete und arbeite”.
Am Reformationstag, eine Woche vor dem feierlichen Einzug, wurde die Glocke mit einem Festumzug in die Kirche gebracht und in einem feierlichen Gottesdienst geweiht. Damit wurde nicht nur ein akustisches Zeichen gesetzt, sondern auch die Tradition des Glockengusses gewürdigt. Der Klang von Kirchenglocken wird sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt, da er Teil der Lebensgestaltung, des Friedens und des kollektiven kulturellen Gedächtnisses ist. In Deutschland läuten über 90.000 Kirchenglocken, die meisten aus dem traditionsreichen Lehmformverfahren, das seit dem 12. Jahrhundert Anwendung findet. Gerade die Geschichte und die Tradition des Glockengusses spielen eine große Rolle in der kirchlichen und kulturellen Identität der Menschen.
Die Geschichte hinter der neuen Glocke
Das Glockenhaus selbst erlebte auch eine umfassende Sanierung, die den historischen Charme der Kirche für kommende Generationen bewahren soll. Dennoch gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die neue Glocke kann derzeit noch nicht im vollen Umfang genutzt werden. Ein elektronisches Läutewerk fehlt, was bedeutet, dass die Glocke in naher Zukunft nicht normal geläutet werden kann. Die Gemeinde hofft jedoch, dass sie am Totensonntag, dem 23. November, oder spätestens zu Weihnachten das erste Mal erklingen kann. Wenn dies der Fall ist, wird sie täglich zur Mittagszeit und um 18 Uhr läuten und schließlich Teil des Glockenspiels in der Kirche werden.
Die neue Glocke ist die dritte im Glockenspiel der Schlosskirche und reiht sich somit in eine lange Tradition ein. Die feierliche Investition in eine neue Glocke zeigt, wie wichtig der Gemeinde das Bewahren von Traditionen ist, gleichzeitig wird den Bedürfnissen der modernen Zeit Rechnung getragen. Die Verbindung von Geschichte und Fortschritt macht diese neue Glocke zu einem Symbol des Lebens und der Gemeinschaft in Franzburg.
In einem Zeitalter, in dem vieles flüchtig scheint, ist es umso bedeutender, dass wir die Werte und Traditionen der Vergangenheit bewahren. Das Engagement der Kirchengemeinde für die Anschaffung und Sanierung der Glocke ist daher nicht nur ein lasst uns im Hier und Jetzt feiern, sondern auch ein Blick in die Zukunft, um kulturelles Erbe und gemeinschaftliche Identität zu stärken.