Bildungsrevolution in Sachsen-Anhalt: Der Weg zur Schule von morgen!
Der Bildungsprozess „Bildungsland Sachsen-Anhalt 2035“ startet unter Minister Riedel, um Schulentwicklung und Dialog zu fördern.

Bildungsrevolution in Sachsen-Anhalt: Der Weg zur Schule von morgen!
In einer entscheidenden Wendung für die Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt hat Bildungsminister Jan Riedel den Beteiligungsprozess „Bildungsland Sachsen-Anhalt 2035“ ins Leben gerufen. Dieses ehrgeizige Projekt zielt darauf ab, den Dialog über die Weiterentwicklung des Bildungswesens zu vertiefen und eine neue Kultur des Austauschs zu etablieren. „Wir setzen auf einen offenen Dialog mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung“, erklärt Riedel in seiner Mitteilung. Wie dubisthalle.de berichtet, sollen in Regionalforen die wichtigsten Akteure zusammenkommen, um ihre Ideen und Rückmeldungen einzubringen.
Doch was genau sind die Ziele dieses Prozesses? Riedel sieht drei Hauptanliegen: Zum einen sollen die Unterstützungsbedarfe der Schulen erfasst werden. Zum anderen gilt es, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren und langfristige Entwicklungsziele für die kommenden zehn Jahre zu formulieren. Der Landesschulbeirat wird hierbei als zentrales Gremium zur Konsolidierung der Ergebnisse fungieren, während die Bertelsmann-Stiftung und das nexus Institut den Prozess professionell begleiten.
Ein umfassender Reformansatz
Parallel zu diesem Beteiligungsprozess hat der Landtag von Sachsen-Anhalt ein neues Schulgesetz beschlossen, das von Bildungsministerin Eva Feußner als bedeutender Schritt in die Zukunft bezeichnet wird. Laut bildungsklick.de sollen mit dieser Reform faire Startbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Besonders im ländlichen Raum stehen Fusionen und Kooperationen für bestandsgefährdete Schulen auf der Tagesordnung.
Um Schulabbrüche zu vermeiden, wird das duale Lernen dauerhaft verankert, und Programme wie „Produktives Lernen“ und „Praxislerntag“ sollen die Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss und die anschließende Berufsausbildung erhöhen. Neu ist auch die Regelung, dass Schulen Daten von Jugendlichen ohne berufliche Perspektive an die Agenturen für Arbeit weitergeben dürfen, um gezielte Unterstützung zu ermöglichen.
Fokus auf Digitalisierung und Lehrerförderung
Ein weiterer Aspekt der Reform ist die Stärkung der digitalen Bildung im Klassenraum. Klare Regelungen zur Nutzung digitaler Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass diese den Präsenzunterricht sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen können. „Wir müssen die Digitalisierung im Bildungsbereich vorantreiben, um die Lernbedingungen zu optimieren“, bekräftigt Riedel.
Aber auch die Lehrerinnen und Lehrer stehen im Fokus. Die Einführung von „Pädagogischen Unterrichtshilfen“ zielt darauf ab, individuelle Förderung zu ermöglichen. Zudem wird ein Verfahren geschaffen, um Seiteneinsteiger nach entsprechender Qualifizierung als Lehrkräfte zu legitimieren.
Insgesamt sind die Rückmeldungen zum bisherigen Prozess spannend und vielfältig. Schwerpunkte der Einsendungen umfassen die Stärkung der Personalversorgung, die Entlastung von Schulen sowie die Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen. Der neue Beteiligungsprozess und das kürzlich verabschiedete Schulgesetz markieren einen bedeutenden Schritt für eine moderne Bildung in Sachsen-Anhalt, und die Erwartungen sind hoch.
Bis Ende 2026 sollen konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen entwickelt werden, die den Bildungsbereich nachhaltig prägen könnten. In den kommenden Monaten bleibt es also spannend zu beobachten, inwieweit die Ideen und Impulse der Betroffenen tatsächlich in die künftige Bildungsarbeit einfließen werden.