Rettung in letzter Minute: Rehkitzretter mit Drohnen im Einsatz!

Ehrenamtliche Tierschützer in Dessau-Roßlau retten 14 Rehkitze vor dem Mähtod mithilfe von Drohnen im Juni 2025.
Ehrenamtliche Tierschützer in Dessau-Roßlau retten 14 Rehkitze vor dem Mähtod mithilfe von Drohnen im Juni 2025. (Symbolbild/NAG)

Rettung in letzter Minute: Rehkitzretter mit Drohnen im Einsatz!

Dessau-Roßlau, Deutschland - In der aufstrebenden Welt der Tierschutzarbeit haben ehrenamtliche Helfer des Vereins Rehkitzrettung Dessau eine bemerkenswerte zweite Saison abgeschlossen. Zwischen dem 8. und 18. Juni 2025 wurden im Rahmen von insgesamt elf Einsätzen 14 Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt. Diese beachtliche Leistung wurde durch den Einsatz von Drohnen unterstützt, die eine Arbeitsbreite von 8 bis 12 Metern und Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h bieten. Wie mz.de berichtet, konnten bei diesen Einsätzen nicht nur Rehkitze, sondern auch vier Fasanengelege sowie zwei Junghasen gerettet werden.

Der Verein, unter der Leitung von Andreas Tietz (1. Vorsitzender) und Ronald Henze (2. Vorsitzender), hat sich in der Gesellschaft und bei den Landwirten einen ausgezeichneten Ruf erworben. Dies zeigt sich auch daran, dass Landwirte den Verein proaktiv über geplante Mahdtermine informieren, damit die wertvollen Tiere rechtzeitig geschützt werden können. In diesem Jahr wurden über 350 Hektar Wiesen abgedeckt, darunter die „Fohlenweide“ und Wiesen im Beckerbruch und Rietzmecker Winkel. Der Verein konnte seine Mitgliederzahl von ursprünglich 7 auf 15 steigern, während fünf Engagierte sogar einen Drohnenführerschein erworben haben.

Technologie im Tierschutz

Ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Rettung der Rehkitze ist der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras. Laut Informationen des BMLEH wird der Einsatz solcher Technologie im Rahmen eines Förderprogramms unterstützt. Das Ministerium fördert den Kauf dieser Drohnen mit 2,5 Millionen Euro, um den Tierschutz zu stärken und die Rettung von Wildtieren zu verbessern. Diese Maßnahme zeigt bereits erste Erfolge, da immer mehr Kitzrettungsvereine die Vorteile der Drohnentechnologie für sich nutzen.

Die Herausforderung bleibt jedoch, dass trotz der Förderung viele Vereine noch einen weiteren Weg vor sich haben, um flächendeckend Drohnen einzusetzen. Bislang ist der Einsatz zwar etabliert, wird aber noch nicht in allen Regionen Deutschlands umfassend praktiziert. bmel.de erklärt, dass besonders Rehkitze oft in dichten Grasbeständen verstecken, wodurch sie bei der Mahd leicht übersehen werden. Ohne geeignete Technologien sind die Chancen auf Rettung oft gering. Rund tausend Rehkitze fallen jährlich der Mahd zum Opfer; dies stellt nicht nur eine Gefährdung für die Tiere, sondern auch für die Stand- und Nutzviehhaltung dar.

Ein positiver Ausblick: Ab dem 20. November 2024 sind neue Regelungen für den Einsatz von Drohnen zur Wildtierrettung in Kraft. Besondere geografische Gebiete für den Tierschutz sind dabei festgelegt worden. Das bedeutet, dass der Einsatz von Drohnen durch engere Regelungen und ein besseres Verständnis für ihre Nutzung weiter gefördert wird.

Mit der fortlauffenden Unterstützung und dem Engagement von Vereinen wie dem Rehkitzrettung Dessau und der Förderung durch das Bundesministerium gibt es Hoffnung, dass auch in Zukunft noch mehr Rehkitze aus der Gefahrenzone gerettet werden können.

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OrtDessau-Roßlau, Deutschland
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