Neuer Deich bei Klietznick eingeweiht: Hochwasserschutz für die Elbe!

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Am 8. Juli 2025 wurde im Jerichower Land ein neuer Deich eingeweiht, um den Hochwasserschutz zu stärken und Auenlebensräume zu schaffen.

Am 8. Juli 2025 wurde im Jerichower Land ein neuer Deich eingeweiht, um den Hochwasserschutz zu stärken und Auenlebensräume zu schaffen.
Am 8. Juli 2025 wurde im Jerichower Land ein neuer Deich eingeweiht, um den Hochwasserschutz zu stärken und Auenlebensräume zu schaffen.

Neuer Deich bei Klietznick eingeweiht: Hochwasserschutz für die Elbe!

Als ob es nicht schöner sein könnte, jetzt wurde im Bereich Klietznick ein neuer Querdeich eingeweiht, der nicht nur den Hochwasserschutz entlang der Elbe stärkt, sondern auch wertvolle Lebensräume für Auenflora und -fauna schafft. Mit einer Länge von knapp 600 Metern und einer Gesamtinvestition von rund vier Millionen Euro, die aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes stammen, ist das Projekt ein echter Gewinn für die Region. Meetingpoint-JL berichtet, dass dieser Deich vor allem der Hochwasservorsorge dient und gleichzeitig die Bedeutung des Naturschutzes hervorhebt.

Das Vorhaben ist in doppeltem Sinne sinnvoll. Neben dem Schutz vor Hochwasserereignissen, die etwa 2002 und 2013 katastrophale Auswirkungen hatten, ist es wichtig, der Elbe mehr Raum zu geben. Besonders auffällig ist, dass der neue Deich der Elbe rund 102 Hektar Land zurückgibt. Dies geschieht im Rahmen der Landeshochwasserstrategie, die insgesamt 34 Maßnahmen umfasst, zielend auf die Schaffung von 16.000 Hektar neuen Retentionsflächen.

Investition in Lebensräume und Hochwasserschutz

Die Worte von Willingmann, einem Entscheidungsträger in der Region, sind klar: Hochwasservorsorge und Naturschutz müssen Hand in Hand gehen. Er betont die Notwendigkeit, Flüssen mehr Freiraum zu geben, um besser Wasser abzuleiten und Trockenphasen zu speichern. Die Umsetzung des Projekts ist vielschichtig: 51.000 Kubikmeter Material wurden verwendet, sowie Saatgut auf rund 19.000 Quadratmetern ausgebracht, während Wegebau auf 5.880 Quadratmetern realisiert wurde. Es spricht für die ausgezeichnete Durchführung, dass der bestehende Elbedeich nicht umfangreich saniert werden musste, wie die LHW-Direktorin Große-Sudhues lobend anmerkte.

Aber wie steht es eigentlich um die biologische Vielfalt in solch einem Umfeld? Der Klimawandel beeinflusst die Tier- und Pflanzenwelt massiv, und besonders die Tagfalterarten zeigen eine erhöhte Aktivität. Das Umweltbundesamt berichtet, dass zwischen 2006 und 2020 die Häufigkeit wärmeliebender Tagfalterarten in Deutschland zugenommen hat. Diese kleinen Schelmchen sind sensibel gegenüber Temperaturveränderungen, was uns vor die Herausforderung stellt, naturnahe Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.

Auf die richtige Mischung kommt es an

Die Integration von Naturschutzmaßnahmen und der Hochwasservorsorge muss also gelingen. Das Bewusstsein für biologische Vielfalt ist unerlässlich, wenn wir den Herausforderungen des Klimawandels begegnen wollen. Einige Kommunen haben bereits den ersten Schritt getan und sind dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten. Es bedarf einer freiwilligen Selbstverpflichtung, die den Erhalt der biologischen Vielfalt in den Fokus nimmt. KommBio hat hierfür hilfreiche Schritte zusammengefasst, die von der Unterzeichnung einer Deklaration bis hin zur formellen Beitrittserklärung reichen. Solche Initiativen sind ein bedeutender Beitrag zum Erhalt von Lebensräumen und Fostern von Biodiversität.

Insgesamt ist der neue Deich ein gutes Beispiel dafür, wie Mensch und Natur kooperierend auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren können. Mit einer soliden Investition und durchdachten Maßnahmen wird nicht nur der Hochwasserschutz gesichert, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Stärkung der natürlichen Lebensräume geleistet.