Vogelgrippe breitet sich aus: Stallpflicht im Jerichower Land ab 30. Oktober!

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Im Jerichower Land gilt ab 30. Oktober Stallpflicht für Geflügel aufgrund der Vogelgrippe. Schutzmaßnahmen und Meldungen erforderlich.

Im Jerichower Land gilt ab 30. Oktober Stallpflicht für Geflügel aufgrund der Vogelgrippe. Schutzmaßnahmen und Meldungen erforderlich.
Im Jerichower Land gilt ab 30. Oktober Stallpflicht für Geflügel aufgrund der Vogelgrippe. Schutzmaßnahmen und Meldungen erforderlich.

Vogelgrippe breitet sich aus: Stallpflicht im Jerichower Land ab 30. Oktober!

Im Jerichower Land gibt es derzeit keine guten Nachrichten für Geflügelhalter: Die Geflügelpest, auch bekannt als Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI), hat sich nun auch in dieser Region bestätigt. Dies berichtet die Volksstimme und gibt damit den Auftakt zu entscheidenden Maßnahmen, die ab Donnerstag, dem 30. Oktober, in Kraft treten.

Nach dem Tod zweier Kraniche in Möckern und Ladeburg wurden umfassende Vorsichtsmaßnahmen nötig. Ab dem genannten Datum gilt im gesamten Landkreis eine Stallpflicht für alle Arten von Geflügel. Ziel ist es, die Haus- und Nutzgeflügelbestände bestmöglich zu schützen. Alle Geflügelhalter sind dazu aufgerufen, ihre Tiere in geschlossenen und vor Wildvögeln geschützten Ställen zu halten. Veranstaltungen, bei denen Geflügel ausgestellt oder verkauft wird, sind ebenfalls untersagt.

Dringende Aufforderung an Tierhalter

Die Volksstimme unterstreicht, dass jeder, der kranke oder verendete Tiere in seinem Bestand hat, diese umgehend dem Amt für Verbraucherschutz melden muss. Darüber hinaus sind Geflügelhalter, die ihre Haltung bislang nicht angezeigt haben, dazu angehalten, die Anzahl der gehaltenen Tiere sowie deren Nutzung und Standort zu melden. Eine Checkliste mit wichtigen Hinweisen steht auf der Webseite des Landkreises bereit.

Probleme könnten sich auch aus der Lage in anderen Teilen Deutschlands ergeben. Wie das ZDF berichtet, ist die Vogelgrippe in Deutschland und Europa stark auf dem Vormarsch. In vielen Bundesländern, unter anderem Baden-Württemberg, mussten bereits zehntausende Tiere getötet werden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die Situation ist ernst, denn das Friedrich-Loeffler-Institut hat das Risiko für weitere Ausbrüche auf „hoch“ heraufgestuft.

Die Gefahren der Vogelgrippe

Aktuell sind in Deutschland noch keine H5N1-Fälle bei Menschen bekannt, jedoch gibt es ein gewisses Risiko für die Bevölkerung, das sich insbesondere bei hohem Kontakt mit infizierten Tieren zeigt. Der Kontakt zu toten Vögeln sollte streng vermieden werden, um eine mögliche Virusübertragung zu verhindern. Die Vogelgrippe breitet sich vor allem im Zuge des Vogelzugs im Herbst aus, wobei bereits schätzungsweise 2.000 Kraniche in Deutschland verendet sind.

Die Meldung von tote oder verhaltensauffälligen Wildvögeln ist ebenfalls von großer Bedeutung; Einwohner sind aufgefordert, solche Beobachtungen umgehend dem zuständigen Amt zu melden. Tote Tiere dürfen dabei keinesfalls berührt oder mitgenommen werden.

Bei all diesen Entwicklungen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Schutzmaßnahmen ernst zu nehmen. Nur so kann die Ausbreitung dieser gefährlichen Tierseuche effektiv eingedämmt werden.