Lehrerin erhält Entschädigung: Wiedereinstieg in Sachsen-Anhalt möglich!
Lehrerin Birgit Pitschmann aus Sachsen-Anhalt erhält nach Rechtsstreit Entschädigung und Möglichkeit der Rückkehr in den Schuldienst.

Lehrerin erhält Entschädigung: Wiedereinstieg in Sachsen-Anhalt möglich!
Im Rechtsstreit zwischen der Lehrerin Birgit Pitschmann und dem Land Sachsen-Anhalt gibt es nun eine Einigung. Die 62-jährige Pädagogin, die derzeit an einer freien Schule in Niedersachsen tätig ist, erhält eine Entschädigung und die Möglichkeit, zurück in ihr altes Arbeitsumfeld in Sachsen-Anhalt zu wechseln. Dies berichtet MDR.
Der Vergleich wurde am Landesarbeitsgericht in Halle erzielt und sieht nicht nur Aufwandsvergütungen vor, sondern auch ein gutes Arbeitszeugnis für Pitschmann. Ihr Arbeitsverhältnis wird zwar seit der Kündigung im vergangenen Jahr als beendet betrachtet, sie hat jedoch jederzeit die Option, in den Schuldienst von Sachsen-Anhalt zurückzukehren. Für diese Rückkehr benötigt sie allerdings die Zustimmung des CDU-Landesfinanzministers Michael Richter, dessen Veto die Einigung gefährden könnte.
Der Hintergrund der Kündigung
Pitschmann hatte ihren Job verloren, weil sie sich gegen die Einführung einer zusätzlichen Unterrichtsstunde pro Woche wehrte, die Vollzeit-Lehrer leisten sollten, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Diese sogenannte Vorgriffsstunde wurde vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig als unrechtmäßig eingestuft. Pitschmann hatte im letzten Jahr einen Vergleich mit dem Landesschulamt abgelehnt, der eine Rückkehr unter der Bedingung der Vorgriffsstunde beinhaltete. Nun zeigt sie sich zufrieden mit dem neuen Ergebnis und fühlt sich in ihrer Haltung bestätigt.
Mit über 40 Jahren Berufserfahrung, davon 32 Jahre im Schuldienst Sachsen-Anhalts, bringt Pitschmann viel Erfahrung mit. Durch den neu erreichten Vergleich erwartet sie nicht nur eine Rückkehr in ihr altes Arbeitsumfeld, sondern sieht sich auch in ihrem Standpunkt zur Vorgriffsstunde bestärkt, die sie stets als unrechtmäßig erachtete. Ihre positive Reaktion auf die Einigung verdeutlicht, wie wichtig ihr der Bildungsbereich ist.
Was kommt als Nächstes?
Es bleibt nun abzuwarten, ob die Zustimmung von Michael Richter zu der Einigung erteilt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte sich das gesamte Verfahren erneut in die Länge ziehen. Doch die Rückkehr der erfahrenen Lehrerin ins Bildungssystem Sachsen-Anhalt könnte frischen Wind bringen, gerade in Zeiten, wo die Schulen dringend auf qualifizierte Kräfte angewiesen sind.
Für Pitschmann stellt dieser Ausgang nicht nur einen wichtigen Schritt in ihrer Karriere dar, sondern auch eine persönliche Wiedergutmachung für die Schwierigkeiten, die sie in den letzten Monaten durchlebt hat. Ihre Geschichte könnte auch andere Lehrkräfte motivieren, sich gegen ungerechte Praktiken zur Wehr zu setzen und für ihre Rechte einzutreten. Mehr dazu erfährt man auch bei Spiegel.