Hyparschale Magdeburg: Sanierung zur Kultursensation nach 20 Jahren!

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Die Hyparschale in Magdeburg, 1969 erbaut, wurde zwischen 2019 und 2024 saniert und bietet nun multifunktionale Veranstaltungsräume.

Die Hyparschale in Magdeburg, 1969 erbaut, wurde zwischen 2019 und 2024 saniert und bietet nun multifunktionale Veranstaltungsräume.
Die Hyparschale in Magdeburg, 1969 erbaut, wurde zwischen 2019 und 2024 saniert und bietet nun multifunktionale Veranstaltungsräume.

Hyparschale Magdeburg: Sanierung zur Kultursensation nach 20 Jahren!

In der pulsierenden Stadt Magdeburg tut sich Spannendes: Die legendäre Hyparschale, ein architektonisches Meisterwerk des Bauingenieurs Ulrich Müther, erstrahlt nach einer umfassenden Sanierung wieder in neuem Glanz. Dieses markante Gebäude wurde 1969 eröffnet und hat seit den 1990er-Jahren als denkmalgeschütztes Bauwerk eine zentrale Rolle im Stadtbild inne. Nach über 20 Jahren im Dornröschenschlaf hat die Stadt Magdeburg die Sanierung im Dezember 2019 unter der Leitung der renommierten gmp Architekten in Auftrag gegeben. Am 20. Juni 2024 war es dann endlich so weit: Die Hyparschale öffnete ihre Türen für die Öffentlichkeit.

Die Sanierungsarbeiten umfassten nicht nur den Erhalt der einzigartigen Architektur, sondern auch eine Neugestaltung des Innenraums, inklusive innovativer Elemente wie vier Kuben mit Galerieebenen und Brücken. Der Bodenbelag im Erdgeschoss, aus Sichtestrich, und der Kautschukboden im Obergeschoss vereinen Funktionalität und Ästhetik. Der verwendete Kautschukboden Noraplan uni in einem eleganten Grauton wurde so verlegt, dass eine homogene Fläche entsteht und gleichzeitig hohe Strapazierfähigkeit sowie einen geringen Pflegeaufwand gewährleistet.

Multifunktionalität trifft historische Substanz

Die Hyparschale ist nun als multifunktionaler Veranstaltungsort für Tagungen, Konferenzen und Ausstellungen neu konzipiert. Die neue Nutzung bietet Platz für 200 bis 500 Gäste und beinhaltet ein Foyer, einen großen Saal, Seminarräume, ein Café sowie moderne Sanitäranlagen. Diese Umgestaltung wird auch als Beitrag zur Stärkung des kulturellen Lebens in Magdeburg gesehen, insbesondere in Anbetracht, dass das erste öffentliche Event mit einer Ausstellung von Werken des berühmten Künstlers Banksy bereits am 19. Juli 2024 stattfinden soll.

Die Sanierung selbst stellte die Verantwortlichen vor einige Herausforderungen. Die Hyparschale, als bedeutendes Beispiel der DDR-Nachkriegsmoderne, war unter anderem baupolizeilich gesperrt bis die notwendige Modernisierung in den 2000er Jahren abgewendet werden konnte. Auch die speziellen Anforderungen des Denkmalschutzes erforderten umfassende Planungen und die Einhaltung strenger Vorschriften, um das kulturelle Erbe der Stadt zu bewahren. „Historische Gebäude sind nicht nur Bauten, sondern Kulturgüter mit großer Bedeutung für identitätsstiftende Stadtbilder“, verrät ein Experte für Denkmalpflege.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Sanierungskosten beliefen sich auf stolze 16,9 Millionen Euro, wovon 5 Millionen Euro vom Bundesministerium gefördert wurden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekten sowie Ingenieuren aus Dresden und der Schweizer Baufirma Implenia war für den Erfolg des Projekts unerlässlich. Durch die Integration现代ster Elemente in die bestehende Bausubstanz wurde nicht nur die Attraktivität der Hyparschale gesteigert, sondern auch die wirtschaftliche Basis durch die generierten Einnahmen aus der Veranstaltungstätigkeit gestärkt.

Die Hyparschale steht somit nicht nur als Fortführung der Architekturgeschichte Magdeburgs, sondern bietet auch eine Plattform für künftige Veranstaltungen und kreative Projekte. Der Sanierungserfolg ist ein Zeichen dafür, dass alte Substanz nicht verloren gehen muss, sondern mit modernsten Ansprüchen kombiniert werden kann und dabei das kulturelle Erbe bewahrt bleibt.

Weitere Details zur Hyparschale und den Herausforderungen im Bereich der Sanierung historischer Gebäude finden sich auf Wikipedia und in einer Fachanalyse über Sanierungsprojekte auf BPD Leipzig.