Prozess nach tödlicher Weihnachtsmarkt-Attacke: Taleb A. regungslos!
Prozess gegen Taleb A. beginnt nach Anschlag am Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem sechs Menschen starben und über 300 verletzt wurden.

Prozess nach tödlicher Weihnachtsmarkt-Attacke: Taleb A. regungslos!
Am 10. November 2025 begann in Magdeburg ein Prozess, der die Region erschüttert hat. Fast elf Monate nach der tragischen Todesfahrt über den Weihnachtsmarkt steht Taleb A. wegen seines verheerenden Anschlags vor Gericht. Wie tagesschau.de berichtet, gestand der Angeklagte, am Steuer des Wagens gesessen zu haben, zeigt jedoch keinerlei Reue für seine Taten.
Bei dem verheerenden Vorfall, der sich am 20. Dezember 2024 ereignete, kamen sechs Menschen ums Leben, darunter ein neunjähriger Junge. Über 300 Menschen wurden verletzt, wovon viele noch mit körperlichen und seelischen Folgen zu kämpfen haben. Der Anschlag gilt als einer der schlimmsten seiner Art in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Taleb A. plante die blutige Tat mehrere Wochen im Voraus, motiviert durch ein Gefühl der Kränkung und Frustration, wie die Anklage erklärt. Ihre Einschätzung ist deutlich: Es handele sich um einen „heimtückischen Anschlag“.
Prozessauftakt mit emotionalen Reaktionen
Bei der Eröffnung des Verfahrens beobachtete Taleb A. aus einer gesicherten Glasbox, umgeben von starren Sicherheitsvorkehrungen und maskierten Justizbeamten. Der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg ermahnte ihn, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Stattdessen äußerte sich A. wirr zu verschiedenen Themen, ohne konkret auf die Anklage einzugehen. Seine Aussagen führten dazu, dass viele der Nebenkläger im Gerichtssaal fassungslos reagierten, einige verließen den Raum vorübergehend.
Die Generalstaatsanwaltschaft hat insgesamt 338 Menschen als Opfer gezählt, denen sie versuchten Mord vorwirft. Der Angeklagte legte bei Prozessbeginn auch einen Laptop mit der Aufschrift „#MagdeburgGate“ und „Sept. 2026“ vor, Bezug nehmend auf die anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, und sorgte so für zusätzlichen Unmut. Auf die Frage der Richter, warum er nicht zu den beschuldigten Taten Stellung beziehen wolle, redete er stattdessen über Religion, Medien und andere Themen.
Veranstaltungssicherheit im Fokus
Die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt 2025 stehen in Anbetracht der tragischen Ereignisse unter einem schlechten Stern. Die Oberbürgermeisterin von Magdeburg gab bekannt, dass für dieses Jahr keine Genehmigung für den Weihnachtsmarkt erteilt wurde, da das Sicherheitskonzept des Veranstalters als unzureichend eingestuft wurde. Damit wird der Markt offiziell als potentielles Ziel für weitere Anschläge betrachtet.
In Anbetracht der Schwere des Verfahrens wurden massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das Gericht, das als Leichtbauhalle genutzt wird, ist mit einem Stacheldrahtzaun und mobilen Pollern umgeben. Polizeipräsenz und Justizbeamte sind ständig im Einsatz, um die Sicherheit aller Beteiligten während des Prozesses zu gewährleisten.
Insgesamt sind bis zum 12. März 2026 zunächst knapp 50 Verhandlungstage angesetzt. Die Lage erfordert eine vorausschauende Planung und ein hohes Maß an Sensibilität, sowohl für die Betroffenen als auch für die allgemeine Öffentlichkeit. Auch wenn der Prozess erst begonnen hat, bleibt die Gesellschaft in Magdeburg und darüber hinaus betroffen von den Folgen dieser schrecklichen Tat.