Weihnachtsmarkt Magdeburg: Stadt kämpft gegen Sicherheitsverbot!
Magdeburgs Weihnachtsmarkt 2025 unter Sicherheitsvorbehalten abgesagt. Oberbürgermeisterin Borris kündigt rechtliche Schritte an.

Weihnachtsmarkt Magdeburg: Stadt kämpft gegen Sicherheitsverbot!
In Magdeburg bahnt sich ein turbulentes Weihnachtsmarkt-Jahr an. Nur knapp zwei Wochen vor der geplanten Eröffnung hat das Land Sachsen-Anhalt der Stadt untersagt, ihren Weihnachtsmarkt aus Sicherheitsgründen zu starten. Dies berichtet Bild. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund eines laufenden Prozesses gegen den Attentäter Taleb al-Abdulmohsen, der 2024 auf dem Weihnachtsmarkt sechs Menschen tötete und weitere 338 verletzte.
Oberbürgermeisterin Simone Borris zeigt sich sichtlich unzufrieden mit der Entscheidung und spricht sich klar für die Verantwortung des Staates in der Terrorabwehr aus. Sollte das Land nicht die nötigen Maßnahmen für die Sicherheit übernehmen, plant sie, rechtliche Schritte gegen die Regierung einzuleiten. Die Weihnachtsmarkt GmbH hat bereits erklärt, dass sie den geforderten Sicherheitsregeln nicht vollständig nachkommen kann, was die Absage weiter untermauert.
Auf ein Krisengespräch!
Ein Krisengipfel unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Rainer Haseloff wurde einberufen, um Lösungen für eine sichere Durchführung des Weihnachtsmarktes zu finden. Viele in der Branche zeigen sich kritisch und verweisen darauf, dass der Markt fast vollständig aufgebaut war, als die Absage kam. Der Deutsche Schaustellerbund äußert Unmut über den späten Bescheid, der viele in der Branche hinter die Fichte geführt hat.
Die Sicherheitsmängel, die schließlich zur Absage führten, betreffen insbesondere die Organisation der Sicherheitsmaßnahmen und den Schutz an den Zufahrten. Bei einer Befragung im Rahmen des laufenden Untersuchungsausschusses wurde auch der Geschäftsführer der Firma befragt, die die Poller aufstellt. Kritik kommt hier von der CDU-Abgeordneten Kerstin Godenrath, die Unstimmigkeiten im Sicherheitskonzept zur Sprache brachte. Sie betont, dass derjenige, der die Betonsteine aufstellt, anscheinend keinen Zugang zum Lageplan hatte, was für sie ein klarer Verantwortungsträger der Stadt darstellt.
Steigende Sicherheitsbedenken in ganz Deutschland
Die Bedenken um die Sicherheit während der Weihnachtszeit sind nicht auf Magdeburg beschränkt. Laut Informationen von fr.de warnen die Sicherheitsbehörden deutschlandweit vor einem signifikant erhöhten Risiko für Anschläge auf Weihnachtsmärkte. Insbesondere die DPolG warnt vor einem „Terroralarm“ und hebt hervor, dass die christlichen Märkte potenzielle Ziele islamistischer Terroristen darstellen. Dennoch betonen die Polizeidienststellen in Städten wie Dresden oder München, dass momentan keine direkten Hinweise auf bevorstehende Anschläge vorliegen.
In Köln sieht die Lage für die bevorstehenden Weihnachtsmärkte jedoch etwas zuversichtlicher aus. Hier sind die Sicherheitsvorkehrungen bereits auf einem hohen Niveau, und polizeiliche Maßnahmen stimmen mit bewährten Konzepten überein. Die Polizei plant, die öffentliche Präsenz zu erhöhen, um ein Gefühl der Sicherheit unter den Weihnachtsmarktbesuchern zu schaffen.
Es bleibt abzuwarten, ob und wann der Magdeburger Weihnachtsmarkt schließlich eröffnet werden kann. Borris ist optimistisch, dass es möglicherweise zu einer verzögerten Eröffnung kommen könnte, aber die Herausforderungen, denen sich die Stadt gegenübersieht, sind offensichtlich groß. Der Druck ist nicht nur auf den lokalen Behörden, sondern auch auf die Sicherheitsbehörden, die ein gutes Händchen haben müssen, um die Weihnachtszeit für alle zur Freude zu machen.