Sachsen-Anhalt: Vier neue Standorte für Atommüllendlager entdeckt!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
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In Sachsen-Anhalt sind neue Gebiete für ein Atommüllendlager identifiziert worden. Bis 2027 werden mögliche Standorte erkundet.

In Sachsen-Anhalt sind neue Gebiete für ein Atommüllendlager identifiziert worden. Bis 2027 werden mögliche Standorte erkundet.
In Sachsen-Anhalt sind neue Gebiete für ein Atommüllendlager identifiziert worden. Bis 2027 werden mögliche Standorte erkundet.

Sachsen-Anhalt: Vier neue Standorte für Atommüllendlager entdeckt!

In Deutschland wird derzeit mit Hochdruck nach geeigneten Standorten für ein Atommüllendlager gesucht. Besonders in Sachsen-Anhalt stehen mehrere Regionen im Fokus. Laut der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurden vier Gebiete identifiziert, die sich für eine tiefengeologische Lagerung anbieten. Hierzu zählen eine große Fläche zwischen Halle und Sangerhausen, ein weiteres Gebiet bei Bad Bibra sowie zwei Flächen im Landkreis Harz. Diese Regionen zeichnen sich durch geeignete geologische Bedingungen aus, die eine sichere Lagerung des hochradioaktiven Atommülls ermöglichen. Iris Graffunder, die Chefin der BGE, hebt die Wichtigkeit von Transparenz in diesem Prozess hervor und hat eine interaktive Karte veröffentlicht, die die geeigneten Gebiete veranschaulicht. Diese Karte zeigt die Flächen in Türkis, die die ersten beiden Prüfschritte der Sicherheitsuntersuchungen bestanden haben, und gibt somit wertvolle Einblicke in die Endlagersuche.

Die Lage der Querfurter Platte zählt zu den vielversprechendsten Optionen. Sie erstreckt sich von Bad Lauchstädt bis Allstedt und beinhaltet Steinsalzformationen in mehreren hundert Metern Tiefe. Um als potentieller Standort in Frage zu kommen, fordert die BGE eine Salzstockdicke von mindestens 100 Metern, inklusive Sicherheitszuschlag von 200 Metern. Sangerhausen hingegen wird als ungeeignet erachtet, da die dortige Salzstockdicke nicht ausreicht. Auch im Harz haben sich zwei vielversprechende Gebiete herauskristallisiert: zwischen Thale und Harzgerode sowie im Oberharz rund um den Brocken. Diese Gebiete sind bekannt für ihre großen Granitformationen, die als stabiles Wirtsgestein dienen.

Die Herausforderung der Endlagersuche

Aber wie steht es um den Zeitrahmen? Bis 2027 soll die BGE regionale Standorte für die übertägige Erkundung vorschlagen. Ein nachhaltiges Endlager muss langfristig für etwa eine Million Jahre Sicherheit bieten, schließlich lagert in Deutschland seit über 60 Jahren hochradioaktiver Atommüll aus über 16 oberirdischen Zwischenlagern. Dabei zeigt die Endlagersuche, dass nur ein Viertel der deutschen Landesfläche für eine Endlagerung in Betracht kommt, wobei viele große Gebiete, besonders in Norddeutschland, bisher noch nicht untersucht wurden. Als besonders herausfordernd erweist sich die politische Dimension, da in Ostdeutschland eine hohe Ablehnung gegenüber einem Endlager herrscht, insbesondere aufgrund der Herkunft des Atommülls aus westdeutschen Atomkraftwerken.

Die Bundesumweltminister und die BGE haben klar gemacht, dass die gesammelten geologischen Daten die Basis der Entscheidungen bilden. Ein Gesetzentwurf zur Optimierung des Standortauswahl-Verfahrens soll Anfang des nächsten Jahres präsentiert werden. Graffunder betont, dass Deutschland über qualitativ hochwertige geologische Formationen für eine Endlagerung verfügt. Die Herausforderung bleibt, die besten Standorte auszuwählen, da auch Faktoren wie vulkanische Aktivitäten oder Erdbebenrisiken ausgeschlossen werden müssen.

Der Weg zur sicheren Endlagerung von Atommüll bleibt also steinig. Die Herausforderungen sind vielfältig und die Suche komplexer als manch einer denken mag. Doch mit einem klaren Plan und einer systematischen Herangehensweise könnte das große Projekt vielleicht doch noch gelingen – sodass kommende Generationen in einer sicheren Umwelt leben können. Dass die geologischen Gegebenheiten für die Endlagerung vorhanden sind, wurde bereits festgestellt, wie die Tagesschau berichtet. Das sind hoffnungsvolle Nachrichten in einer emotional aufgeladenen Debatte, die die Gesellschaft noch längere Zeit beschäftigen dürfte.