Mittelstand in Sachsen-Anhalt: Stimmung sinkt auf Tiefpunkt!

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Die Stimmung im Mittelstand Sachsen-Anhalts verschlechtert sich 2025 weiter, belastet durch Wirtschaftsflaute und Fachkräftemangel.

Die Stimmung im Mittelstand Sachsen-Anhalts verschlechtert sich 2025 weiter, belastet durch Wirtschaftsflaute und Fachkräftemangel.
Die Stimmung im Mittelstand Sachsen-Anhalts verschlechtert sich 2025 weiter, belastet durch Wirtschaftsflaute und Fachkräftemangel.

Mittelstand in Sachsen-Anhalt: Stimmung sinkt auf Tiefpunkt!

Die Stimmung im Mittelstand Sachsen-Anhalts hat sich weiter verschlechtert. Laut einer aktuellen Umfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und Creditreform bewerten im ersten Halbjahr 2025 nur noch 49,5% der 410 befragten Unternehmen ihre Lage als gut oder sehr gut, ein Rückgang von 51% im Vorjahr. Fast 10% der Befragten stufen ihre Geschäftslage als mangelhaft oder ungenügend ein. n-tv berichtet, dass die Industrieschwäche und eine zurückhaltende Verbrauchernachfrage den Mittelstand stark belasten.

Besonders der Handel und die Dienstleistungsbranche sind von der Konsumflaute betroffen. 30,7% der Unternehmen melden rückläufige Umsätze, während nur 23,6% von einem Umsatzplus berichten. Alarmierend ist, dass nur gut jedes fünfte Unternehmen mit steigenden Erlösen rechnet. Die Investitionsbereitschaft fiel mit 46,6% auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Ein weiteres trauriges Ergebnis: fast jedes vierte Unternehmen hat Personal abgebaut, was die bereits angespannten Arbeitsmarktzahlen zusätzlich belastet.

Personalabbau und Fachkräftemangel

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass im Mittelstand in den letzten zwölf Monaten ein erheblicher Personalabbau stattgefunden hat. 23,2% der Unternehmen haben ihre Beschäftigtenzahl reduziert, während nur 19,1% zusätzliche Arbeitskräfte einstellen konnten. IWH berichtet, dass jeder zweite Betrieb plant, den Personalstand unverändert zu lassen, was auf eine große Zurückhaltung der Firmen hindeutet. Die Gründe für den Rückgang sind eine schwache Auftragslage sowie altersbedingte Abgänge.

Auf der anderen Seite haben jedoch Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe Pläne, Investitionen auszuweiten und Personal aufzustocken. Diese Positivmeldung kann jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass 75,9% der Befragten nicht beabsichtigen, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen. Der Fachkräftemangel bleibt ein großes hemmendes Element für den Aufschwung.

Bürokratie als Wachstumsbremse

Ein weiterer Punkt, der den Unternehmen im Mittelstand zu schaffen macht, ist die gefühlte Bürokratie. Über 80% der Betriebe klagen über eine zunehmende Komplexität in den Verwaltungsabläufen und die damit verbundenen Kosten. MIT Sachsen-Anhalt hebt hervor, dass 77,4% der Unternehmen gestiegene Auflagen wahrnehmen, die das Tagesgeschäft merklich belasten.

Prognosen deuten darauf hin, dass die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2025 weiter schrumpfen könnte, was die Herausforderungen für den Mittelstand weiter verstärken dürfte. Die Produktionszahlen, Auftragsbestände und Baugenehmigungen entwickeln sich negativ, und die Arbeitslosenquote steigt stetig. Eine düstere Prognose für die nächsten Monate, die schon jetzt den Druck auf die Unternehmen erhöht.

Die Situation im Mittelstand Sachsen-Anhalts bleibt angespannt. Es ist klar, dass ohne gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Fachkräftesituation, viele Unternehmen weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert sein werden.