Mutter vor Gericht: Tragischer Tod ihrer Zwillinge beschäftigt Wittenberg

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Prozess gegen eine Mutter aus Wittenberg wegen Totschlags ihrer Zwillinge: Weitere Beweisaufnahmen stehen an. Urteil im Dezember erwartet.

Prozess gegen eine Mutter aus Wittenberg wegen Totschlags ihrer Zwillinge: Weitere Beweisaufnahmen stehen an. Urteil im Dezember erwartet.
Prozess gegen eine Mutter aus Wittenberg wegen Totschlags ihrer Zwillinge: Weitere Beweisaufnahmen stehen an. Urteil im Dezember erwartet.

Mutter vor Gericht: Tragischer Tod ihrer Zwillinge beschäftigt Wittenberg

Am 3. November 2025 geht der Prozess gegen eine 30-jährige Mutter aus Wittenberg weiter, die wegen des Todes ihrer Zwillinge angeklagt ist. Der Vorwurf: Zweifacher Totschlag. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass die Frau im November 2024 nach der Geburt ihrer Töchter Clara und Hannah nicht nur in schwerer Bedrängnis war, sondern auch handelte, um den beiden Mädchen das Leben zu nehmen. Laut der Obduktion starben die Säuglinge infolge fehlender Sauerstoffzufuhr, waren aber bei der Geburt lebensfähig.

Die Angeklagte, die auch bereits drei weitere Kinder zur Welt gebracht hat, zeigt sich während des Verfahrens reumütig. Über ihren Verteidiger ließ sie verlauten, dass sie “völlig verzweifelt” sei und es ihr “unsäglich leid” tue. Es ist jedoch zu beachten, dass sie in den Jahren vor der Geburt ihrer Zwillinge offensichtlich mit schwere Drogenproblemen zu kämpfen hatte, da sie angab, mehrere Jahre Crystal Meth konsumiert zu haben. Ein finsteres Kapitel in ihrem Leben, das auch den Verlauf dieses Verfahrens beeinflusst.

Zeugen und Beweise

Das Gericht hat die Beweisaufnahme noch lange nicht abgeschlossen. Ein Satz an DNA-Sachverständigen wurde beauftragt, die am Tatort sichergestellten Handtücher und Waschlappen, in die die toten Kinder gewickelt waren, zu untersuchen. Diese Beweise könnten entscheidend dafür sein, festzustellen, ob weitere Personen zum Zeitpunkt des Geschehens anwesend waren. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden am kommenden Montag präsentiert, wie n-tv berichtet.

Ursprünglich war ein Urteil für Anfang November geplant, doch das Gericht sieht sich gezwungen, zwei weitere Beweisaufnahme-Termine im November einzuberufen. Ein zusätzlicher Termin könnte sogar nötig werden, da ein Verhandlungstag aufgrund von Krankheit ausfiel. Ein geplantes Urteil könnte nun im Dezember fallen.

Der dramatische Abend

Die schrecklichen Ereignisse rund um den Tod der Babys entfalteten sich im privaten Raum der Angeklagten. Nach der Geburt rief sie ihre Mutter um Hilfe. Diese brachte die Angeklagte ins Krankenhaus, wo sich herausstellte, dass die Schwangerschaft bereits weit fortgeschritten war. Tragischerweise entdeckte die Mutter die beiden leblosen Säuglinge, während sie Kleidung für ihre Tochter holen wollte. Ein Moment, der die gesamte Familie ins Chaos stürzt und zu dramatischen Konsequenzen führte.

Die Ermittler wurden schnell alarmiert und fanden am Tatort mehrere wichtige Beweismittel. Die Polizei nahm dabei auch DNA-Spuren, die möglicherweise entscheidend für die Klärung des Falles sein könnten. In einem Verfahren, das durch emotionale Tiefe und tragische Entscheidungen geprägt ist, bleibt abzuwarten, wie das Gericht die komplexen Zusammenhänge bewerten wird. Weitere Entwicklungen sind in den kommenden Wochen zu erwarten, die sowohl die rechtlichen als auch die menschlichen Aspekte dieser traurigen Geschichte beleuchten werden.