SüdOstLink: Fortschritte beim Bau in Bördeland sichtbar!
Der Bau des SüdOstLinks im Salzlandkreis schreitet voran. 50Hertz berichtet über Fortschritte und technische Details der Leitungsverbindung.

SüdOstLink: Fortschritte beim Bau in Bördeland sichtbar!
Mit großen Schritten geht es voran beim Bau des SüdOstLinks im Salzlandkreis, und das erfreut alle, die auf die Stromversorgung von morgen setzen. Der Abschnitt zwischen Welsleben, Biere und Eickendorf wird derzeit intensiv bearbeitet. Laut Volksstimme haben die Fachleute des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz in den letzten Monaten einen beeindruckenden Fortschritt erzielt. Rund 3,8 Kilometer der insgesamt 7,8 Kilometer langen Trasse in der Gemeinde Bördeland sind mittlerweile mit Kabelschutzrohren ausgestattet, und die Gräben wurden bereits wieder verfüllt. Der Kabeleinzug ist in vollem Gange, was ein gutes Zeichen für die baldige Fertigstellung ist.
Ein entscheidender Aspekt des SüdOstLinks ist die Technologie, die dahintersteckt. Mit zwei Leitungsverbindungen, die jeweils eine Leistung von 2.000 Megawatt transportieren können, entspricht dies in etwa 1.400 Windkraftanlagen bei Volllast. Jede dieser Verbindungen nutzt zwei kunststoffisolierte Erdkabel, die für eine Spannung von 525 Kilovolt ausgelegt sind. Hierbei kommen moderne Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme (HGÜ) zum Einsatz, die laut 50Hertz einen verlustarmen und zielgerichteten Transport über große Entfernungen ermöglichen.
Technische Details und Vorteile der HGÜ
Der Einsatz von HGÜ-Technologie bringt einige Vorteile mit sich. Diese Technik benötigt nur zwei Leiter statt der üblichen drei und ermöglicht damit eine geringere Verlustrate als herkömmliche Drehstromleitungen. An beiden Enden der HGÜ-Strecke sind Konverter nötig, die Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln und umgekehrt. Das ist wichtig, um eine stabile Netzführung zu gewährleisten, besonders wenn es um die Integration erneuerbarer Energien geht. Am Umspannwerk Wolmirstedt wird ein entsprechender Stromrichter errichtet, um die Technik optimal zu nutzen, erläutert die BfS.
Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist die Art und Weise, wie elektrische Felder und damit verbundene Magnetfelder funktionieren. In der Nähe von HGÜ-Leitungen treten schwache magnetische Felder auf, die keine gesundheitlichen Risiken mit sich bringen, erklärt die BfS. Diese Felder sind vergleichbar mit dem natürlichen Erdmagnetfeld. Durch die Verwendung von Erdkabeln wird zudem eine Abschirmung der elektrischen Felder gewährleistet, sodass können keine nennenswerten Störungen auf der Erdoberfläche erwartet werden.
Umwelt- und Gesundheitseffekte
Natürlich spielt auch der Umweltschutz eine große Rolle bei solchen Großprojekten. Die Errichtung von HGÜ-Anlagen wird unter strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen durchgeführt, die potenzielle gesundheitliche Auswirkungen im Blick haben. Laut der BfS sind zum Beispiel Grenzwerte für statische und niederfrequente Felder festgelegt, um sowohl Mensch als auch Tier zu schützen.
Insgesamt zeigt sich, dass der SüdOstLink ein vielversprechendes Projekt darstellt, das nicht nur für die Stabilität der Stromversorgung sorgt, sondern auch als Beispiel für die Integration moderner Technologien und umweltbewussten Bauens steht. Die Fortschritte in den vergangenen Monaten sind ein gutes Indiz dafür, dass dem Projekt ein erfolgreicher Abschluss bevorsteht.