Vietnamese Auszubildende: Lösung gegen Fachkräftemangel in Magdeburg!

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Sachsen-Anhalt kämpft gegen Fachkräftemangel. Vietnamesische Azubis füllen Ausbildungsstellen in handwerklichen Berufen.

Sachsen-Anhalt kämpft gegen Fachkräftemangel. Vietnamesische Azubis füllen Ausbildungsstellen in handwerklichen Berufen.
Sachsen-Anhalt kämpft gegen Fachkräftemangel. Vietnamesische Azubis füllen Ausbildungsstellen in handwerklichen Berufen.

Vietnamese Auszubildende: Lösung gegen Fachkräftemangel in Magdeburg!

In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels zeigt sich eine interessante Entwicklung in Sachsen-Anhalt: Betriebe wie L&W Elektrik in Magdeburg setzen auf internationale Talente, um ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Elektrobetrieb mit über 100 Mitarbeitern, darunter 20 Auszubildende, hat bereits drei junge Vietnamesen eingestellt, die eine Lücke füllen, die in der Region immer größer wird. Junior-Chef Alexander Laube macht deutlich, dass sie auch im kommenden Jahr zwei weitere Azubis aus Vietnam einstellen wollen – vorausgesetzt, die Bewerbungen stimmen. Die Initiative MDR zeigt, wie wichtig diese Auszubildenden für die Unternehmen sind und welche Vielfalt an Ausbildungsberufen dabei entsteht.

Der Fachkräftemangel ist nicht nur ein Problem in Magdeburg, sondern betrifft ganz Sachsen-Anhalt. Besonders im Gastgewerbe und handwerklichen Sektor wird händeringend nach Nachwuchs gesucht. Hier kommt das Projekt Viethoga ins Spiel, das seit 2017 vietnamesische Auszubildende in die Region bringt. Insgesamt konnten nahezu 700 junge Menschen qualifiziert werden, wobei das Ausbildungsangebot seither auch auf handwerkliche und technische Berufe ausgeweitet wurde. Burghard Bannier, der von Viethoga geschätzt wird, hebt hervor, dass sowohl die Azubis eine gute Ausbildung erhalten als auch die Betriebe in starker Weise unterstützt werden.

Viethoga als Brücke zu neuen Perspektiven

Das Konzept von Viethoga baut auf einem früheren Kooperationsprojekt zwischen der DDR und Vietnam auf und zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen den Ländern ist. Sprachschulen in Vietnam wurden zwischen 2018 und 2019 akquiriert, um die Azubis optimal auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorzubereiten. Nach einer Coronapause konnte das Projekt 2022 wiederbelebt werden und hat seit Juni 2024 einen Platz im Landesprojekt zur Fachkräftegewinnung gefunden. Durch die Kooperation mit dem Goethe-Institut verbessert sich zudem die Sprachlage der Azubis erheblich.

Die positive Resonanz der Betriebe spricht für den Erfolg des Programms: Viele Arbeitgeber schätzen die qualifizierten Absolventen, die in einer Vielzahl von Berufsgruppen unterkommen. Rund 130 vietnamesische Azubis sind derzeit in Sachsen-Anhalt beschäftigt und übernehmen Rollen in über 230 verschiedenen Ausbildungsberufen, von Zahnarztfachkräften bis hin zu Bankangestellten.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Wie die ZEIT berichtet, ist der Nachwuchs in Deutschland weiterhin ein drängendes Thema. Im Jahr 2023 gab es fast 14 Prozent unbesetzte Ausbildungsstellen, was einem historischen Höchststand entspricht. Insbesondere in Engpassberufen, wie der Elektrotechnik, suchen Unternehmen verstärkt nach jungen Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft.

Die Notwendigkeit, diese Herausforderungen anzugehen, ist klar. Während die Zahl ausländischer Azubis seit 2009 beinahe doppelt so hoch ist, bleibt der Anteil der Deutschen, die eine Ausbildung beginnen, rückläufig. Dabei sind die Qualifikationen junger Menschen aus dem Ausland gefragt, und viele von ihnen sehen auch in der Rückkehr nach Vietnam eine Chance, ihre Gesellschaft zu bereichern. Dies wird als eine Win-Win-Situation wahrgenommen, die nicht nur den Unternehmen in Sachsen-Anhalt, sondern auch den vietnamesischen Auszubildenden neue Horizonte eröffnet.

Das Projekt Viethoga zeigt eindrücklich, wie Zusammenarbeit und internationale Perspektiven zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten beitragen können – und wir hoffen auf vielversprechende Entwicklungen in der Zukunft.