Gedenken an den Mauerfall: Potsdam feiert die wiedervereinigte Freiheit!
Hannes Wittenberg reflektiert am 10.11.2025 an der Glienicker Brücke über die deutsche Einheit und erinnert an den Mauerfall.

Gedenken an den Mauerfall: Potsdam feiert die wiedervereinigte Freiheit!
Am 10. November 2025 blickte Hannes Wittenberg, der Vize-Chef des Potsdam Museums, anlässlich einer bedeutenden Gedenkstunde über die Glienicker Brücke, ein Ort, der mit viel Geschichte und Bedeutung aufgeladen ist. Begleitet von rund 150 Gästen, darunter die Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und der stellvertretende Ministerpräsident Brandenburgs, Robert Crumbach, reflektierte er über die deutsche Einheit und die Verantwortung, die mit dem Mauerfall einhergeht. Diese Gedenkveranstaltung fand nicht nur an der Brücke selbst, sondern auch an der eindrucksvollen Skulptur „Nike 1989“ statt, die als Symbol der Freiheit und des Gedenkens an die Opfer der Mauer sowie der SED-Diktatur errichtet wurde.
Klaus-Peter Ladner, Vorsitzender der Fördergemeinschaft für die Gedenkstätte Lindenstraße, führte durch die Veranstaltung und erinnerte eindringlich an den 10. November 1989, als der Andrang an der Glienicker Brücke so überwältigend war, dass sie um 18 Uhr für die Menschen geöffnet wurde. Dieses Ereignis steht im Kontext des Falls der Berliner Mauer am 9. November 1989, der den Beginn der Zerstörung des Eisernen Vorhangs markierte und eine Flut von Erinnerungen und Emotionen für viele unserer älteren Generationen hervorrief, die den Tag der Wende am eigenen Leib erfahren haben.
Der Mauerfall und seine Folgen
Der Fall der Mauer war ein entscheidender Moment in der Geschichte Deutschlands und der gesamten Welt. Mit der Öffnung am 9. November 1989 strömten die Menschen durch die Mauer, was zur Überwindung der Transitbeschränkungen in Ostberlin führte. Dieser einmalige Augenblick gilt als wichtiger Schritt hin zur deutschen Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 vollzogen wurde. Wittenberg berichtete eindrücklich als Augenzeuge von den Montagsdemonstrationen in Leipzig und seinen Erlebnissen in den Tagen des Wandels, als die Menschen begannen, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Er erinnerte an die strengen Kontrollen und Zäune, die die DDR-Bevölkerung bis zu diesem Tag gefangen gehalten hatten.
Noosha Aubel griff die Gedanken Wittenbergs auf und hob hervor, dass die Erinnerung an die Geschehnisse von 1989 auch für die jüngeren Generationen von Bedeutung ist, die die Teilung Deutschlands nicht aus eigenem Erleben kennen. Dies spiegelt sich auch in Robert Crumbachs Worten wider, der darauf hinwies, wie wichtig es ist, die Lehren der Vergangenheit zu bewahren, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
Die Symbolkraft der Erinnerung
Die Skulptur „Nike 1989“, die 1999 als Zeichen der Freiheit in Potsdam errichtet wurde, steht nicht nur für die Freude über die erlangte Freiheit, sondern auch für ein ehrendes Gedenken an die abertausenden Menschen, die wegen ihres Mutes im Kampf für Freiheit und Demokratie leiden mussten. Während der Gedenkstunde wurde deutlich, dass der Mauerfall nicht nur ein nationaler, sondern ein europäischer Moment war, der den Kalten Krieg beendete und die Öffnung eines neuen Kapitels in der Geschichte Deutschlands einleitete. Die Verbindung zwischen diesen Ereignissen und der heutigen politischen Landschaft bleibt zentral, um die Demokratie als einen fortwährenden Prozess zu begreifen.
Abschließend kann gesagt werden, dass solche Gedenkveranstaltungen entscheidend sind, um die Errungenschaften der Vergangenheit zu würdigen und sich gleichzeitig der Herausforderungen bewusst zu werden, die noch vor uns liegen. Die Ausführungen des Vize-Chefs des Potsdam Museums und die vielen Eindrücke, die an diesem Tag festgehalten wurden, tragen dazu bei, das Erbe des Mauerfalls lebendig zu halten und als Gemeinschaft stärker zusammenzuwachsen.