Wittenberg vom Fernverkehr abgeschnitten: Busse ersetzen Züge bis Dezember!
Wittenberg ist bis 13. Dezember 2025 vom Fernverkehr abgekoppelt. Ersatzverkehr für Pendler aufgrund von Gleiserneuerungen.

Wittenberg vom Fernverkehr abgeschnitten: Busse ersetzen Züge bis Dezember!
Seit dem 24. September 2025 ist die Bahnstrecke zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld vollständig gesperrt. Diese Maßnahme, die bis zum 13. Dezember andauern wird, hat zur Folge, dass Wittenberg vom Fernverkehr abgekoppelt ist. Pendler und Reisende stehen vor der Herausforderung, auf einen umfassenden Ersatzverkehr umzusteigen. Die Deutsche Bahn hat die Sperrung eingeläutet, um auf 130 km der wichtigen ICE-Strecke Berlin-Leipzig/Halle-Erfurt-München neue Gleise zu verlegen und 33 neue Weichen zu installieren. Zudem sollen 59 Weichen instand gesetzt werden, damit der Abschnitt für die nächsten drei Jahre baufrei bleibt. Viele Nahverkehrslinien in der Region werden von Bussen ersetzt, und dieses Konzept bringt einige Änderungen mit sich, die für Reisende von Bedeutung sind.
Die betroffenen Nahverkehrslinien, darunter die RB24, RB32, RB33 sowie die RE-Linien RE3, RE4, RE5, RE85, S2 und S8, haben ab sofort mit Einschränkungen zu kämpfen. So entfällt beispielsweise der RE4 zwischen Oehna und Berlin, während der RE3 zwischen Wittenberg und Berlin nicht mehr verkehrt. Für die Reisenden gibt es aber auch Alternativen: Express-Busse mit ausgewählten Haltestellen sorgen dafür, dass die Verbindung dennoch möglich ist. Zudem wird die schnellste Verbindung von Wittenberg nach Berlin über die RB 51 nach Roßlau und dann weiter mit dem RE 7 angepriesen.
Umfangreiche Veränderungen im Nahverkehr
Besonders betroffen sind die Fahrgäste auf den Strecken zwischen Halle, Leipzig, Erfurt und München, wo sich die Fahrzeiten um 45 bis 60 Minuten verlängern. Auf diese Weise bleibt Halle während der Sperrung nur noch zweistündlich mit Fernverkehrszügen an Berlin angebunden. Auch dies ist ein Umstand, den Pendler und Reisende im Kopf behalten sollten.
Zusätzlich wird es in der Zeit vom 10. bis 13. Oktober zu einer weiteren Sperrung des Knotens Bitterfeld kommen. Während dieser Zeit halten keine Fernverkehrszüge in Bitterfeld, und auch hier wird eine Umleitung der Züge erforderlich sein. Busverbindungen zwischen Wolfen und Leipzig stehen in diesem Zeitraum ebenfalls zur Verfügung.
Mehr als nur Wittenberg betroffen
Doch die Veränderungen in der Bahnlandschaft gehen über Wittenberg hinaus. Die Strecke Hamburg-Berlins, eine der wichtigsten Direktverbindungen Deutschlands mit 278 Kilometern, wird ebenfalls einer umfassenden Generalsanierung unterzogen. Diese Bauarbeiten sollen von August 2025 bis April 2026 stattfinden. Dabei werden Gleise, Weichen und Oberleitungen erneuert sowie moderne Bahnhofsstrukturen geschaffen. 28 Bahnhöfe entlang der Strecke werden zudem zu Zukunftsbahnhöfen ausgebaut, vielversprechende Veränderungen, die die Reiseerfahrung deutlich verbessern sollen.
So ist es kein Wunder, dass die Deutsche Bahn nun auch Aufträge für Schienenersatzverkehre in den Jahren 2026 und 2027 vergeben hat. Diese beinhalten zukünftige Verbindungen beispielsweise von Hagen über Wuppertal nach Köln oder von Nürnberg nach Regensburg und sollen wichtige Verkehrsadern sicherstellen, während umfangreiche Sanierungen vorgenommen werden. Die Verkehrsproblematik wird also nicht nur in Wittenberg spürbar sein, sondern betrifft die gesamte Bahnlandschaft in Deutschland.
Die Deutsche Bahn und die betroffenen Aufgabenträger arbeiten eng zusammen, um ein umfassendes Verkehrskonzept zu erstellen, das Anfang 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Bei dieser Gelegenheit dürfen die Fahrgäste auf moderne, barrierefreie Fahrzeuge mit einem hohen Maß an Komfort gespannt sein.
Informieren Sie sich rechtzeitig über die neuen Fahrpläne, damit Ihre Reise – egal ob nach Berlin oder an einen anderen Ort – möglichst reibungslos verläuft!
Für nähere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können Sie die Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung, die Details zur Generalsanierung bietet, auf der Webseite der Deutschen Bahn nachlesen und sich hier über die geplanten Ersatzverkehre informieren.