Zoll greift durch: 15 Verfahren gegen Schwarzarbeit in Sachsen-Anhalt!
Am 16. Juni 2025 kontrollierte der Zoll in Sachsen-Anhalt 18 Baustellen, leitete 15 Strafverfahren ein und deckte illegale Beschäftigung auf.

Zoll greift durch: 15 Verfahren gegen Schwarzarbeit in Sachsen-Anhalt!
Die Prüfungen zu Schwarzarbeit in Deutschland nehmen Fahrt auf: Am 16. Juni 2025 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Magdeburg eine umfassende Kontrolle im Baugewerbe durch. Im Rahmen eines bundesweiten Schwerpunktprogramms wurden 18 Baustellen in Sachsen-Anhalt unter die Lupe genommen, wobei die Einsatzkräfte mit 81 Personen vor Ort waren. Dabei wurden nicht nur die betrieblichen Gegebenheiten genau betrachtet, sondern auch die Arbeitsverhältnisse von 297 befragten Arbeitnehmern.
Die Ergebnisse sind ernüchternd: Insgesamt wurden 15 Strafverfahren und 14 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass in 34 Fällen weitere Ermittlungen notwendig sind, wobei neun dieser Fälle mit dem gesetzlichen Mindestlohn in Verbindung stehen. Patchwork-Politik scheint hier auf dem Bau an der Tagesordnung zu sein, wenn sich arbeitsuchende Personen verstecken, um den Kontrollen zu entkommen. Doch alle Fluchtversuche, teilweise sogar in Kellern, wurden von der Zollbehörde vereitelt.
Ermittlungen mit weitreichenden Konsequenzen
Die Aktionen des Zolls sind Teil einer größeren Strategie zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, wie Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am 18. Juni 2025 ankündigte. Nationale Schwerpunkte werden gesetzt, um die Gewährleistung der Arbeitsschutzgesetze zu stärken. So wurden deutschlandweit über 8.000 Arbeitnehmer befragt, und es sind bereits 300 Strafverfahren, sowie mehr als 400 Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Ein Großteil der Verfahren, mehr als 200, betrifft den Verdacht auf Aufenthalt ohne gültigen Titel.
- 22 dieser Verfahren wurden in Halle (Saale) und Merseburg festgestellt, wo auch die meisten Verstöße dokumentiert wurden.
- Nachermittlungen werden eingeleitet, um die erhobenen Daten mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen abzugleichen.
- Die Zusammenarbeit erfolgt eng mit anderen Behörden und der Rentenversicherung, um die Ausmaße der illegalen Beschäftigung genau zu erfassen.
Die Prüfungen zeigen auch, dass viele Arbeitnehmer nicht die erforderlichen Aufenthaltstitel besitzen. Dies ist nicht nur ein rechtliches, sondern auch ein soziales Problem, das tiefere Einblicke in die Struktur der Beschäftigung erfordert. Die Zollbeamten agieren hier nicht alleine, sondern im Verbund mit anderen Behörden, um effektive Lösungen zu finden, um dieser Herausforderung Herr zu werden.
Die Maßnahmen sind klar: Der Zoll und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit möchten ein starkes Zeichen setzen. Mit jeder Kontrolle wird deutlich, dass die Toleranz gegenüber Schwarzarbeit und illegalen Praktiken gesenkt wird. Nach dem gegenwärtigen Stand, der bereits zeigt, dass über 1.800 Hinweise auf mögliche Verstöße existieren, wird die intensive Prüfung weiter fortgesetzt. Der Kampf gegen die Schwarzarbeit ist und bleibt eine der zentralen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um faire Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Weitere Informationen und Details finden Sie auf den Seiten von Dubisthalle, Presseportal und Zoll.