AfD-Abgeordnete feiern Putins Geburtstag: Skandal in Sachsen-Anhalt!

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Drei AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt nahmen an einer Putin-Geburtstagsfeier in Berlin teil, was parteiübergreifende Kritik auslöste.

Drei AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt nahmen an einer Putin-Geburtstagsfeier in Berlin teil, was parteiübergreifende Kritik auslöste.
Drei AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt nahmen an einer Putin-Geburtstagsfeier in Berlin teil, was parteiübergreifende Kritik auslöste.

AfD-Abgeordnete feiern Putins Geburtstag: Skandal in Sachsen-Anhalt!

Am 9. Oktober 2025 haben sich drei AfD-Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt – Hans-Thomas Tillschneider, Florian Schröder und Frank Otto Lizureck – zu einem recht umstrittenen Anlass in der russischen Botschaft in Berlin eingefunden. Dort feierten sie den 73. Geburtstag von Wladimir Putin, eine Veranstaltung, die vom umstrittenen “Compact”-Magazin organisiert wurde. Diese Teilnahme sorgte umgehend für ein klares Echo aus den Reihen der politischen Opposition, die die AfD heftig kritisierte. Während CDU-Fraktionschef Guido Heuer betonte, Teile der AfD hätten den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen, sprach FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack von einer fundamentalen Entscheidung für die AfD zwischen einer Allianz mit Putin oder Trump.

Für zusätzlichen nationalen politischen Zündstoff sorgte die Präsenz von Jürgen Elsässer, dem Chefredakteur des “Compact”-Magazins, der Putin in seiner Ansprache als “Staatsmann” und “Patriot” lobte. Diese Aussage wurde von der politischen Linken nicht gut aufgenommen. Linksfraktionsvorsitzende Eva von Angern warnte eindringlich vor dem Einfluss Russlands auf die anstehenden Landtagswahlen im Jahr 2026. Auch Cornelia Lüddemann von den Grünen forderte, dass man Tillschneider bei dieser Wahl nicht zur Macht gelangen lassen dürfe.

Feierlichkeiten und Bedenken

Die Veranstaltung in der Botschaft war mehr als nur ein bloßer Empfang – sie beinhaltete die Vorstellung einer speziellen COMPACT-Silbermedaille “Patriot Wladimir Putin”, die in Gold überprägt wurde. Botschafter Sergej Netschajew eröffnete die Pressekonferenz, bei der zahlreiche russische Medienvertreter, aber auch deutsche Journalisten von etablierten Medien wie der FAZ und DIE ZEIT anwesend waren. Die Medaille, die auf eine hohe Nachfrage zurückblickt, kann nach wie vor bestellt werden, obgleich angegeben wird, dass es aufgrund der großen Nachfrage zu Lieferengpässen bei dem Rohmaterial kommt.

Die Kritik an der Veranstaltung zielt nicht nur auf die Symbolik ab, sondern auch auf die fortwährenden Verbindungen der AfD zu Russland, die laut verschiedenen politischen Stimmen als besorgniserregend gelten. In der aktuellen Stunde im Bundestag, die am 11. April 2024 stattfand, wurde die AfD heftig für mögliche Verbindungen zur russischen hybriden Kriegsführung angeklagt. Während die Ampel-Parteien, die Union und Linke die AfD als Sicherheitsrisiko für Deutschland prangerten, wurden spezifische Personen, wie der AfD-Politiker Petr Bystron, ins Visier genommen, die mit prorussischen Plattformen in Verbindung gebracht werden.

Anhaltende Debatten

Die politische Debatte um die AfD und ihre Beziehungen zu Russland scheint unerschöpflich. Wichtige Akteure der Opposition fordern eine umfassende Aufklärung der Verdachtsmomente rund um die AfD und deren Einfluss in Deutschland. Kritiker, darunter Mitglieder von SPD und Grünen, sehen die AfD zunehmend als ein “Sprachrohr für den Kreml”. Konstantin Kuhle von der FDP warnt sogar vor einer “systematischen Unterwanderung Russlands” in die deutschen politischen Strukturen.

Zusammengefasst zeigt sich hier, dass die Parteipolitik in Deutschland insbesondere gegenüber Russland auf einem schmalen Grat balanciert. Die Sichtweisen auf die AfD und deren Nähe zu autokratischen Regierungen wie dem Kreml werfen weiterhin Fragen auf, die in den kommenden Monaten wohl noch für reichlich Diskussionsstoff sorgen werden.