AfD strebt in Sachsen-Anhalt nach absoluter Mehrheit für 2026!
Die AfD strebt in Sachsen-Anhalt 2026 die absolute Mehrheit an. Umfragen zeigen klare Favoriten und mögliche Koalitionshindernisse.

AfD strebt in Sachsen-Anhalt nach absoluter Mehrheit für 2026!
In Sachsen-Anhalt braut sich etwas zusammen: Die AfD hat große Ambitionen für die Landtagswahl im September 2026 und strebt eine absolute Mehrheit an. Der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, der nach eigenen Angaben das Land allein führen möchte, hat bereits eine klare Haltung eingenommen und schließt eine Minderheitsregierung aus. Mit einer Wählerzustimmung von 39 Prozent könnte die AfD im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2021 einen regelrechten Höhenflug hinlegen, wo sie nur 18,2 Prozent der Stimmen erzielte.
In der neuesten Umfrage von Infratest Dimap wird die CDU mit 27 Prozent auf Platz zwei gereiht, was ein Verlust von 10,1 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2021 bedeutet. Für die CDU tritt der 46-jährige Wirtschaftsminister Sven Schulze als Nachfolger des amtierenden Ministerpräsidenten Reiner Haseloff an, der 2026 nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen wird. Schulze genießt mit 94 Prozent einen hohen Bekanntheitsgrad, und 59 Prozent der Befragten sind mit seiner politischen Arbeit zufrieden.
Politische Stimmung und Koalitionspläne
Die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt ist angespannt. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) wünscht sich eine Landesregierung unter der Führung der CDU, während nur 37 Prozent für eine AfD-Regierung plädieren. Ungeachtet dessen wäre eine Koalition zwischen allen im Landtag vertretenen Parteien und der AfD eher unwahrscheinlich, da keine der Parteien eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD in Betracht zieht. Zudem wäre eine mögliche Kooperation zwischen der CDU und der SPD mit der Linken oder dem Bündnis Sahra Wagenknecht notwendig, um eine Regierungsübernahme der AfD zu verhindern, was durch Unvereinbarkeitsbeschlüsse komplizierter wird.
Bei den anderen Parteien zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Linke hat sich auf 13 Prozent verbessert, während die SPD nach einem schwachen Ergebnis von 7 Prozent weiter im Tief steckt. Armin Willingmann, der am Samstag zum SPD-Spitzenkandidaten gewählt werden soll, hat lediglich eine Zufriedenheitsrate von 18 Prozent. Zudem werden die Grünen bei 3 Prozent und die FDP unter „Andere“ verortet, was die Lage für die etablierten Parteien nicht gerade erleichtert.
Ausblick auf die Wahl 2026
Die jüngsten Umfragen stellen allerdings auch klar, dass solche Ergebnisse eher Projektionen sind und keine endgültigen Prognosen für das tatsächliche Wahlergebnis darstellen. Statistische Fehler von 1 bis 3 Prozentpunkten sind nicht auszuschließen, was bedeutet, dass die politische Landschaft für die Wahl im nächsten Jahr weiterhin in Bewegung bleiben könnte. Das Institute hat bei der letzten Landtagswahl im Juni 2021 eine mittlere durchschnittliche Abweichung von 2,86 Prozentpunkten ermittelt – ein Hinweis darauf, dass die Meinungen der Wählern gesprächsbedürftig sind.
Insgesamt dürfte die Wahl 2026 in Sachsen-Anhalt spannend werden. Die AfD plant unter der Führung von Siegmund nicht nur eine radikale Verschärfung der Migrationspolitik, sondern auch den Rückzug aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Landschaft bis zur Wahl entwickeln wird und wer schlussendlich die Nase vorn hat.