Bautzen unter Dschungel-Druck: CDU kämpft gegen Unkraut-Chaos!
Tobias Schilling thematisiert in Bautzen hohe Unkrautwuchsprobleme und plant autofreie Schloßstraße zur Verbesserung der Lebensqualität.

Bautzen unter Dschungel-Druck: CDU kämpft gegen Unkraut-Chaos!
In Bautzen tut sich gerade viel. Tobias Schilling, ein CDU-Stadtrat, hat in letzter Zeit die merklichen Wucherungen von Unkraut in der Stadt festgehalten und ein aufrüttelndes Video in den sozialen Medien veröffentlicht. Bei seinen Exkursionen hat er einige der grünen Ecken aufgespürt, die längst nicht mehr die schönste Visitenkarte der Stadt sind. Besonders an der Kreuzung Wallstraße/Bahnhofstraße/August-Bebel-Straße ragt das Unkraut regelrecht bis zu einem Meter in die Höhe, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch Sicherheitsbedenken aufwirft. Schilling macht der Bautzener Tochtergesellschaft BBB im Hinblick auf die hohe Grasnutzung jedoch keinen Vorwurf – schließlich sind die finanziellen Mittel begrenzt und die Wuchsbedingungen in diesem Jahr waren optimal.Alles Lausitz berichtet, dass Schilling vorschlägt, das Unkraut per Hand zu beseitigen, möglicherweise durch die Einbindung von Asylbewerbern, was auch auf neue gesetzliche Regelungen ab Mai 2024 hinweist. Die Stadtverwaltung von Bautzen reagiert positiv auf die Vorschläge und ist interessiert an einem gepflegten Stadtbild.
Die Verwaltung bestätigt, dass der Pflegeaufwand in der Stadt zugenommen hat und es notwendig sei, zu handeln. Konkrete Maßnahmen könnten erst durch politische Beschlüsse eingeleitet werden, doch Schilling plant, einen Antrag im Stadtrat einzubringen. Er räumt ein, dass viele Bereiche ohne konkrete Anlieger liegen, was die Situation weiter kompliziert. Durch den Einsatz alternativer Methoden, wie etwa Heißwasser zur Unkrautbekämpfung, könnte der Pflegeaufwand jedoch ebenfalls noch erhöht werden.
Verkehrsversuch zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
Doch nicht nur die ungebändigte Vegetation ist Thema in Bautzen. Die CDU-Stadtratsfraktion hat einen spannenden Verkehrsversuch für die Schlossstraße angekündigt, der im Sommer 2025 durchgeführt werden soll. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in dieser Prachtstraße zu optimieren und den Autoverkehr weitestgehend herauszuhalten. Geplant ist eine Sperrung der Straße für den Hauptverkehr von April bis September, wobei der Lieferverkehr weiterhin möglich sein soll. Bei der Umsetzung sollen die Bedürfnisse von Gastronomie und Anwohnern kräftig eingebunden werden.Sächsische.de erläutert, dass die Stadtverwaltung beauftragt wird, die Planung dieses Versuches zu übernehmen, wobei die Erfahrungen aus dem Stadtentwicklungskonzept „Leitbild 2030+“ berücksichtigt werden.
Die Überlegungen um Verkehrsfragen sind nicht neu und die Diskussion über eine autofreie Innenstadt ist bereits seit längerer Zeit in Gange. Die Wichtigkeit, alle Beteiligten einzubeziehen, betont Schilling eindringlich. Die Einbindung der Wirte, Hoteliers und ansässigen Betriebe spielt eine zentrale Rolle, da ihr Feedback die Planung stark beeinflussen könnte. Zudem müssen auch die Anliegen der Anwohner und der Feuerwehr in die Entscheidungsprozesse einfließen.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Blick
Wie wichtig eine nachhaltige Stadtentwicklung ist, zeigt sich bei beiden Themen. Die Stadtentwicklung in Bautzen sollte auf lebendige Siedlungen abzielen, die sowohl soziale als auch wirtschaftliche Bedürfnisse der Bürger bedienen. Ein umfassendes Planungsinstrumentarium, das von der Bauleitplanung bis hin zur städtebaulichen Sanierung reicht, könnte hier der Schlüssel sein. Das Umweltbundesamt betont die Notwendigkeit, eine Balance zwischen den verschiedenen Dimensionen – Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Teilhabe – im Auge zu behalten.
Gleichzeitig wird der Wert der urbanen Grünflächen hervorgehoben, die in Zukunft eine verstärkte Rolle in städtischen Planungen spielen sollen. So wird ins Auge gefasst, dass Bürger in den Planungsprozess einbezogen werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und gleichzeitig den Umweltschutz nicht aus den Augen zu verlieren. In Bautzen wird also klar, dass es viel zu tun gibt – und dass ein gutes Händchen bei der Stadtplanung gefragt ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.