Bautzen wird grün: 27 Fassaden für besseres Stadtklima bis November!

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Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft startet ein 400.000 Euro Projekt zur Fassadenbegrünung für ein besseres Stadtklima.

Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft startet ein 400.000 Euro Projekt zur Fassadenbegrünung für ein besseres Stadtklima.
Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft startet ein 400.000 Euro Projekt zur Fassadenbegrünung für ein besseres Stadtklima.

Bautzen wird grün: 27 Fassaden für besseres Stadtklima bis November!

Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) hat sich einen spannenden Plan ausgedacht, der nicht nur das Stadtbild auflockert, sondern auch ganz konkret zur Verbesserung des Klimas in der Stadt beiträgt. Konkret geht es um die Begrünung von 27 Hausfassaden, und das Projekt hat ein Budget von stolzen 400.000 Euro. Ein Großteil, nämlich 80 Prozent, wird durch ein Förderprogramm des Freistaats Sachsen finanziert. Das macht das Vorhaben für die Stadtvertretung besonders attraktiv, da die Fülle an Fördermitteln einiges an Spielraum schafft, um nachhaltige Veränderung zu ermöglichen.

Wo genau wird das grüne Licht gegeben? Die Veränderungen sind unter anderem in der Adolf-Kolping-Straße, Salvador-Allende-Straße, Talstraße und auch entlang der Dresdener Straße sichtbar. In Summe sollen dabei beeindruckende 2.000 Quadratmeter fachgerecht begrünt werden. Die BWB hat im vergangenen Jahr tatsächlich 27 Anträge für dieses Förderprogramm eingereicht, und alle wurden genehmigt. Ein echter Volltreffer!

Standorte und Technik

Doch wie funktioniert das Ganze? Rankgerüste werden an den Hauswänden montiert, nachdem die Fassaden auf ihre Tragfähigkeit geprüft wurden. Das ist ein entscheidender Schritt, denn Sicherheit geht vor. Bei den Pflanzen hat die BWB mit Kletter-Hortensien, Wildem Wein und Efeu definitiv ein gutes Händchen bewiesen; diese Gewächse können bis zu 14 Meter hoch wachsen und sorgen somit für eine üppige grüne Wand.

Die Fertigstellung des Projekts ist bis Ende November 2025 angepeilt. Interessanterweise hat die BWB bereits ein Testobjekt zur Fassadenbegrünung installiert, das seit zwei Jahren in Betrieb ist und bereits erste positive Ergebnisse liefert. Eine solche Begrünung kann das Stadtklima deutlich verbessern, indem sie sommerliche Hitze um bis zu acht Grad reduzieren kann! Dies zeigt, dass solche Maßnahmen nicht nur schick aussehen, sondern auch funktionale Vorteile bieten.

Stadtklima und Herausforderungen

Wie uns eine umfassende Analyse des Klimawandels zeigt, verändern sich die Lebensbedingungen in Städten immer mehr. Steigende Temperaturen aufgrund von Versiegelung und Baufläche sind an der Tagesordnung. Wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern, drohen Hitze, Trockenheit und Starkregen. Daher sind Dach- und Fassadenbegrünungen besonders kostengünstige und effektive Maßnahmen, die von vielen Kommunen in Erwägung gezogen werden sollten. Dabei können nicht nur die Hitzebelastung reduziert und die Luftqualität verbessert werden, sondern es entstehen auch grüne Oasen der Erholung mitten im urbanen Dschungel umweltbundesamt.de berichtet.

Ein weiterer Pluspunkt: Grünflächen, die möglichst wenig versiegelt sind, absorbieren Regenwasser und reduzieren die Gefahr von Überschwemmungen. Auch Urban Gardening ist ein Trend, der für viele Städte immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die BWB setzt mit ihrem aktuellen Vorhaben ein Zeichen und zeigt, dass man mit einem durchdachten Konzept viele Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

Die Installation der Ranktechnik erfolgt durch eine spezialisierte Firma, die die Gerüste individuell an die Gebäudestruktur anpasst. Auch die eigentliche Bepflanzung soll innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein, sodass die Nachbarschaft bald von den neuen grünen Facetten profitieren darf.

Insgesamt trägt das Projekt zu einem deutlich besseren Stadtklima bei und lässt uns auf weitere ähnliche Engagements in der Zukunft hoffen. Die BWB hat hier ein ambitioniertes, aber machbares Ziel, das andere Städte als Vorbild nehmen sollten.