Dresden im Fokus: Radiopharmazie-Forum stärkt Sachsens Gesundheitsnetzwerk
Am 29.10.2025 findet in Dresden das Hi-Tech- meets Life Sciences-Forum statt, um Sachsens Radiopharmazie-Ökosystem zu stärken.

Dresden im Fokus: Radiopharmazie-Forum stärkt Sachsens Gesundheitsnetzwerk
In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden findet derzeit das Hi-Tech-meets Life Sciences-Forum statt, das sich ganz der Radiopharmazie widmet. Unter dem Motto „Wertschöpfung erweitern – Radiopharmazie-Ökosystem in Sachsen stärken“ versammeln sich über 120 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie, Kliniken und Netzwerken. Dies ist eine spannende Gelegenheit, um die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen in der Radiopharmazie zu besprechen. Ein Bericht von Medienservice Sachsen hebt hervor, dass der erste Veranstaltungstag vollgepackt ist mit Fachvorträgen. Themen wie die Herstellung klinisch relevanter Radionuklide sowie die Entwicklung und Zulassung von Radiopharmaka stehen im Fokus.
Ein besonderes Highlight ist die Vorstellung des belgischen Radiopharmazie-Clusters Rad4Med.be, die als Beispiel für erfolgreiche internationale Kooperationen dient. Auch die European Organization for Nuclear Research (CERN) wird ihre spannenden Forschungen präsentieren. Networking-Möglichkeiten und Formate wie eine Talkshow unter dem Titel „Hot Spot Sachsen – Wie Radiopharmazie hier eine Heimat findet“ bieten Austausch und Gelegenheit zum Knüpfen wertvoller Kontakte.
Der zweite Veranstaltungstag
Der zweite Tag des Forums wird durch eine Industry Tour geprägt, die den Teilnehmenden Einblicke in die Labore und Produktionsstätten gibt. Geplant sind Besuche bei namhaften Einrichtungen wie der ABX advanced biochemical compounds, NCT Dresden und TRIMT GmbH. Hier wird deutlich, wie die sächsische Wirtschaft aufgestellt ist und wie Patientenversorgung in diesem Bereich aussieht.
Radiopharmazie ist eine Schlüsseltechnologie in der Krebsbehandlung. Jährlich sind in Deutschland etwa 500.000 Menschen von Krebs betroffen, und mit steigenden Patientenzahlen wird die Notwendigkeit für innovative Ansätze immer größer. Fortschritte in der Diagnostik und Therapie sind in den letzten Jahren gemacht worden, jedoch bleibt der Bedarf an modernster Technologie ungebrochen. Tagesschau berichtet, dass künstliche Intelligenz (KI) in der Krebsmedizin Potenzial hat, um Behandlungen zu optimieren und die Qualität der Diagnosen zu verbessern.
Einsatz von KI in der Radiopharmazie
Künstliche Intelligenz könnte insbesondere dazu beitragen, Ärzte bei der Analyse zahlreicher Bilddaten zu unterstützen. Radiologe David Bonekamp hebt hervor, dass die Auswertung von 6.000 bis 8.000 Bildern pro Patient eine gewaltige Herausforderung darstellt. KI-Systeme können diese Aufgabe effizienter gestalten und ermöglichen somit schnellere, genauere Diagnosen. Ein Algorithmus zur Beurteilung von Kernspinaufnahmen bei Prostatakrebs zeigt bereits erste vielversprechende Ergebnisse und könnte künftig biologische Untersuchungen überflüssig machen.
Die Veranstaltung wird von dem Hi-Tech-Forum des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie dem Life Sciences-Forum der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) organisiert. Ein weiterer entscheidender Punkt ist die jüngste Gründung des nukliD-Radiopharmacy Clusters in Dresden, das Sachsen als Zentrum für Innovation in der Radiopharmazie positionieren will. Von einer soliden Netzwerkbildung können sowohl Forschung als auch Industrie profitieren.
Die Stärkung der sächsischen Radiopharmazie wird auch durch moderne Infrastrukturen am HZDR unterstützt, was die wissenschaftliche Exzellenz der Region unterstreicht. Die Rückmeldungen aus der ersten Veranstaltungsrunde zeigen, dass die Synergieeffekte durch die Zusammenkünfte spürbar sind. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie Sachsen sich als ein führendes Zentrum für Radiopharmazie und Forschung entwickeln wird. Erfahren Sie mehr über die Radiopharmazie und die Zukunftschancen in Sachsen auf der Webseite von Standort Sachsen.