Dresden plant Mobilitätswende: Zukunft des Schienenverkehrs im Fokus!
Am 9.10.2025 diskutieren Experten in Dresden die Zukunft des Schienenverkehrs und dessen Rolle für die regionale Mobilität.

Dresden plant Mobilitätswende: Zukunft des Schienenverkehrs im Fokus!
In der wachsenden Region rund um Dresden wird es höchste Zeit, die Weichen für die Zukunft des Schienenverkehrs zu stellen. Am 9. Oktober 2025 fand eine spannende Veranstaltung zur Mobilitätsdrehscheibe Dresden statt, die sich mit der Zukunft des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Region beschäftigte. Laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund ist der SPNV nicht nur für die wirtschaftliche, sondern auch für die ökologische Entwicklung von entscheidender Bedeutung, insbesondere vor dem Hintergrund eines geplanten Zuwachses von 27.000 Beschäftigten und deren Familien im Dresdner Norden bis 2030.
Die Veranstaltung widmete sich unter anderem dem notwendigen Ausbau der Anbindung Dresdens an das Umland. Dabei wurde deutlich, dass Bund und Land sich zur Stärkung der Deutschen Bahn bekennen und Investitionen in die Infrastruktur als unerlässlich erachten. Doch die hohen verkehrspolitischen Erwartungen, insbesondere in puncto Daseinsvorsorge und Klimaschutz, stehen aktuellen Herausforderungen gegenüber: Unzureichende finanzielle Mittel können bei der Umsetzung ambitionierter Projekte zur öffentlichen Mobilität einen Rückschlag bedeuten.
Hochrangige Redner und Diskussionen
Ein Blick auf das Programm zeigt, dass die Veranstaltung gut besucht war. Keynotes von prominenten Speakern wie Nicole Knapp, Geschäftsführerin Eisenbahnverkehr beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), und Stephan Kühn, Bürgermeister von Dresden, sorgten für spannende Einblicke. Zudem fand eine Fish Bowl-Diskussionsrunde statt, an der unter anderen Lutz Auerbach und Michael Koch teilnahmen – eine vielfältige Runde, die die Herausforderungen und Chancen des SPNV in der Region beleuchtete.
Doch nicht nur in Dresden wird an der Mobilität der Zukunft gearbeitet. Im Rahmen anderer Projekte wie der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg wird ebenfalls kräftig in die öffentliche Verkehrsinfrastruktur investiert. Dieses Projekt, das seit 2007 läuft, zielt ebenfalls darauf ab, den Nahverkehr durch verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise den Ausbau der Straßenbahnlinien, zu modernisieren. Hierbei wird ein Betrag von 214 Millionen Euro veranschlagt, wobei große Teile der Kosten von Bund und Freistaat Bayern gefördert werden, wie Wikipedia berichtet.
Der Zustand der Infrastruktur
Laut dem aktuellen Mobilitätsmonitor 2025, durchgeführt von Allensbach im Auftrag von acatech, hat die Bevölkerung ein klares Bedürfnis nach besseren Bedingungen im Schienen- und Straßenverkehr. 70% der Befragten beurteilen den Zustand des Schienennetzes als eher oder sehr schlecht. Diese Zahlen sind alarmierend, denn noch 2015 fanden nur 30% der Befragten den Zustand schlecht. Neben den Schienen kritisiert mehr als die Hälfte der Bevölkerung auch den Zustand der Straßen, was die Dringlichkeit von Ausbau- und Sanierungsarbeiten unterstreicht, wie ZDF heute hinweist.
Die Anzeichen stehen also auf Veränderung: Mit einem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro könnten in den nächsten zehn Jahren bedeutende Investitionen in die Infrastruktur realisiert werden. Verkehrsexperten warnen jedoch vor großflächigen Neubauprojekten, die oft als wirtschaftlich fragwürdig und umweltschädlich gelten. Die dringende Instandhaltung bestehender Brücken und Straßen muss auch weiterhin Priorität haben, um kostspielige Sperrungen und Unsicherheiten für die Pendler zu vermeiden. Der Tenor ist klar: Es liegt noch viel Arbeit vor uns, und die Zeit drängt!