Das Wunder von Dresden: Frauenkirche feiert 20 Jahre Wiederaufbau!

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Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Frauenkirche in Dresden, ihrem zerstörerischen Untergang 1945 und dem eindrucksvollen Wiederaufbau bis 2005.

Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Frauenkirche in Dresden, ihrem zerstörerischen Untergang 1945 und dem eindrucksvollen Wiederaufbau bis 2005.
Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Frauenkirche in Dresden, ihrem zerstörerischen Untergang 1945 und dem eindrucksvollen Wiederaufbau bis 2005.

Das Wunder von Dresden: Frauenkirche feiert 20 Jahre Wiederaufbau!

Wenn man durch die malerischen Gassen von Dresden schlendert, wird man unweigerlich von der beeindruckenden Frauenkirche angezogen. Ein wahres Barockjuwel, das am 30. Oktober 2005 nach über 60 Jahren der Zerstörung und des Wiederaufbaus feierlich eingeweiht wurde. Wie die Welt berichtet, gilt der Wiederaufbau als ein Wunder, das nicht nur durch den unermüdlichen Bürgersinn möglich wurde, sondern auch ein starkes Symbol für Hoffnung und Versöhnung darstellt.

Die Geschichte der Frauenkirche geht weit zurück. Ursprünglich im 11. Jahrhundert als katholische Kirche erbaut, wurde sie während der Reformation in eine protestantische umgewandelt. Ihr aktuelles barockes Gesicht verdankt die Frauenkirche dem Architekten Georg Bähr, dessen errichtete Kirche zwischen 1726 und 1743 mit einer der größten Kuppeln Europas, der berühmten „Steinernen Glocke“, aufwartete. Diese Kuppel fiel jedoch am 15. Februar 1945 dem Luftangriff auf Dresden zum Opfer (Wikipedia). Diese Tragödie ereignete sich, als die Kuppel bei Temperaturen von über 1000 °C einstürzte, nachdem die inneren Pfeiler das Gewicht nicht mehr tragen konnten. Merkwürdigerweise blieb das geschehen ohne Verletzte, da sich alle in Sicherheit gebracht hatten.

Ein langer Weg der Wiederherstellung

Nach dem Krieg blieben die Ruinen fast 50 Jahre sichtbar, und der Bürgermeister Walter Weidauer sowie die SED lehnten den Wiederaufbau zunächst ab. Dennoch formierte sich eine Bürgerinitiative in den späten 1980ern, die den Wiederaufbau forderte. Ein Aufruf wurde 1990 gestartet, der jedoch zunächst abgelehnt wurde. Trotzdem schafften es die Dresdner, 180 Millionen Euro für den Wiederaufbau zu sammeln, zu einem Großteil durch Spenden und den Verkauf von Merchandise (GermanHistoryDocs).

Der Grundstein für den Wiederaufbau wurde schließlich im Mai 1994 gelegt. Ingenieur Eberhard Burger übernahm die Leitung des Projekts, und sorgfältig wurden etwa 4500 Kubikmeter alter Steine in den neuen Bau integriert. Die Außenrenovierung wurde 2004 abgeschlossen, und ein Jahr später war die Frauenkirche wieder bereit für die feierliche Einweihung. Bundespräsident Horst Köhler würdigte den Wiederaufbau als ein Zeichen für Gemeinsinn und Optimismus. Rund 60.000 Menschen beobachteten die Zeremonie live auf dem Neumarkt, viele Millionen weitere via Fernseher.

Ein Wahrzeichen der Stadt

Heute ist die Frauenkirche mehr als nur ein religiöses Gebäude; sie ist ein Magnet für Touristen aus aller Welt. In den ersten drei Jahren nach der Wiedereröffnung besuchten bereits sieben Millionen Menschen die Kirche. Dieses beeindruckende Bauwerk nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein lebendiges Symbol des Wiederaufbaus und des Muts der Dresdner Bürger. Selbst der neue goldene Kreuz auf der Kuppel, hergestellt von britischen Handwerkern, erinnert an die internationale Verbundenheit und den gemeinsamen Willen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.

So leuchtet die Frauenkirche heute wieder in ihrem alten Glanz und zieht Menschen in ihren Bann. Sie ist mehr als nur ein Bauwerk – sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch, das die Höhen und Tiefen der Stadt Dresden verkörpert, immer gewillt, uns an die Bedeutung von Zusammenhalt und Hoffnung zu erinnern.