Die Frauenkirche in Dresden: Vom Schicksalsschlag zum Symbol der Hoffnung!
Erfahren Sie die bewegte Geschichte der Frauenkirche in Dresden: Vom Luftangriff 1945 bis zur feierlichen Einweihung 2005.

Die Frauenkirche in Dresden: Vom Schicksalsschlag zum Symbol der Hoffnung!
Die Frauenkirche: Ein Symbol der Auferstehung und der Legenden
In der sakralen Architektur Deutschlands gibt es wohl kaum ein Bauwerk, das so viele Geschichten in sich trägt wie die Frauenkirche in Dresden. Am 30. Oktober 2005 wurde die eindrucksvolle Kirche nach einem Wiederaufbau feierlich eingeweiht, der nicht nur architektonische, sondern auch emotionale Wellen schlug. Der Wiederaufbau war ein Gemeinschaftswerk, das trotz erheblichem Widerstand von verschiedenen Seiten zustande kam. Auch wenn die Kuppel der Kirche den verheerenden Luftangriff auf Dresden am 15. Februar 1945 überstand, fiel sie wenige Stunden später aufgrund extrem hoher Temperaturen und des daraus resultierenden Schwunds an Festigkeit des Sandsteins. Hannelore Kuhn und Karl-Ludwig Hoch berichteten über diesen schicksalhaften Moment, als die Kuppel zwischen 10 und 11 Uhr ganz unerwartet einstürzte, doch glücklicherweise blieben Verletzungen aus, da die meisten Menschen Schutz in den Kellern suchten.
Der Wiederaufbau der Frauenkirche begann in den 90er Jahren und war alles andere als unkompliziert. Der damalige Bürgermeister Walter Weidauer war gegen dieses Vorhaben und ideologische Auseinandersetzungen innerhalb der SED behinderten den Prozess. Doch der Historiker Hans Nadler setzte sich unermüdlich für den Erhalt der Ruine als Mahnmal ein und konnte erreichen, dass die Mauerstümpfe bis 1966 erhalten blieben. Ein Aufruf zum Wiederaufbau im Jahr 1989 stieß auf Widerstand, jedoch sammelten Bürger aus aller Welt Spenden, die zwei Drittel der Kosten von insgesamt 65 Millionen Euro abdeckten. Der Grundstein wurde im Mai 1994 gelegt und Eberhard Burger, der die Bauleitung übernahm, verwendete dabei 4500 Kubikmeter alter Steine im neuen Bau.
Wenig später, am 23. Dezember 1994, fand endlich die erste Weihnachtsvesper seit 1944 in der Ruine statt. Die Fertigstellung konnte sogar ein Jahr vor dem geplanten Termin im Jahr 2005 gefeiert werden. Bei der feierlichen Eröffnung hielt Bundespräsident Horst Köhler eine Ansprache, in der er den Wiederaufbau als ein wunderbares Symbol für Gemeinsinn und Optimismus würdigte. Rund 60.000 Menschen verfolgten die Zeremonie auf dem Neumarkt, Millionen weitere über das Fernsehen.
Und nicht nur die Frauenkirche in Dresden hat ihre beeindruckende Geschichte zu erzählen. Ein weiteres bemerkenswertes Bauwerk in Deutschland ist die Frauenkirche in München, auch bekannt als Kathedrale Unserer Lieben Frau. Diese Kathedrale ist ein durch und durch imposantes Wahrzeichen der Stadt und gilt als die größte Hallenkirche der Welt. Erbaut wurde sie zwischen 1468 und 1494 und begeistert mit ihrer schlichten, spätgotischen Architektur aus roten Ziegeln. Die beiden Türme, die beide über 98 Meter hoch sind, prägen die Münchner Skyline. Interessanterweise gibt es lokales Gesetz, das besagt, dass im Stadtzentrum keine Gebäude höher als 99 Meter sein dürfen, weshalb die Türme so prominent sichtbar sind.
Im Inneren der Frauenkirche finden Besucher Kunstwerke aus dem 14. bis 18. Jahrhundert, sowie die Krypta mit den Gräbern der Erzbischöfe und Mitgliedern der Wittelsbacher Dynastie. Auch eine berühmte Legende rankt sich um die Münchner Frauenkirche: Der sogenannte Teufelstritt erzählt von einem Architekten, der einen Pakt mit dem Teufel einging, um den Bau der Kirche zu finanzieren. Der Teufel, der seine Seele betrogen sah, hinterließ bei seiner Flucht einen mysteriösen Fußabdruck im Stein, der heute nahe des Eingangs zu sehen ist. Wer sich den Südturm erkämpft, wird nicht nur mit einer fantastischen Aussicht über die Stadt belohnt, sondern kann an klaren Tagen sogar die Alpen erblicken.
Mit all diesen Geschichten im Kopf ist die Frauenkirche in Dresden wie auch die in München mehr als nur einfache Kirchen. Sie sind lebendige Erinnerungen an die Vergangenheit, an den Gemeinschaftssinn und die Hoffnung, und sie laden zum Besuch ein.