Dresden bekommt mit Olga Martynova eine neue Stadtschreiberin!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Olga Martynova wird 2026 Stadtschreiberin von Dresden. Sie fördert den Kulturdialog zwischen Deutschland und Russland.

Olga Martynova wird 2026 Stadtschreiberin von Dresden. Sie fördert den Kulturdialog zwischen Deutschland und Russland.
Olga Martynova wird 2026 Stadtschreiberin von Dresden. Sie fördert den Kulturdialog zwischen Deutschland und Russland.

Dresden bekommt mit Olga Martynova eine neue Stadtschreiberin!

Olga Martynova ist eine Frau der Worte, die bald eine neue Rolle einnehmen wird: Ab 2026 wird sie die Stadtschreiberin von Dresden sein. Bei der Auswahl setzte sich die 57-Jährige gegen mehr als 40 Bewerbungen durch, was ihrer eindrucksvollen Fähigkeit geschuldet ist, Lyrik und Essayistik zu vereinen. Die Jury hob hervor, dass ihre Arbeiten eine harmonische Verbindung zwischen Poetischem und Philosophischem schaffen. Damit verfolgt die renommierte Schriftstellerin das Ziel, den Dialog zwischen Deutschland und Russland zu fördern und den kulturellen Austausch zu intensivieren, wie MDR berichtet.

Die 1968 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geborene Martynova hat tiefe Wurzeln in der europäischen Literaturtradition. Nach ihrer Einwanderung nach Deutschland im Jahr 1990 verfasste sie zahlreiche Gedichte, Essays und Prosa. Ihr Talent blieb nicht unentdeckt: 2012 wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, und zuletzt erhielt sie den Peter-Huchel-Preis für ihre Gedichte. Ihr jüngster Gedichtband mit dem Titel „Such nach dem Namen des Windes“ erscheint 2024. Unter ihren früheren Werken finden sich Titel wie „Sogar Papageien überleben uns“ und „Gespräch über die Trauer“. Ein besonderes Augenmerk sollte auf ihren aktuellen Stadtschreiber, Alexander Estis, gelegt werden, der noch bis Ende 2025 im Amt bleibt.

Eine literarische Brücke zwischen Kulturen

Martynova hat viel zu bieten – nicht nur ihre großartigen Texte, sondern auch ihre persönliche Geschichte. Ab 2018 schreibt sie nicht mehr auf Russisch und schafft damit eine neue Stilrichtung für sich. Ihre Antrittslesung im Juni 2026 wird in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden stattfinden, und sie könnte nicht relevanter sein für die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.

Der Name Olga, den die Schriftstellerin trägt, hat eine interessante Herkunft. Ursprünglich skandinavisch, leitet er sich vom altnordischen „heilagr“ ab, was so viel wie „wohlhabend“ oder „erfolgreich“ bedeutet. Der Name wurde bereits im 9. Jahrhundert von skandinavischen Siedlern in die Kiewer Rus’ gebracht und ist heute in vielen Ländern verbreitet, von der Ukraine bis nach Lateinamerika, wie Wikipedia dokumentiert. Trägerinnen des Namens sind häufig in der Politik, Kunst oder Wissenschaft aktiv, was zeigt, dass Olga eine starke Symbolik mit sich bringt.

Mit ihren geplanten Vorhaben und ihrer einzigartigen Perspektive wird Olga Martynova mit Sicherheit frischen Wind in die literarische Szene Dresdens bringen und dazu beitragen, Brücken zwischen Kulturen zu schlagen. So wird die literarische Landschaft nicht nur bunter, sondern auch bedeutungsvoller für den Dialog zwischen den Nationen.