Dresdner Schlosskapelle strahlt im neuen Glanz: Eröffnung im November!
Dresden übergibt die sanierte Schlosskapelle als multifunktionalen Veranstaltungsraum – Führungen ab Mitte November 2025.

Dresdner Schlosskapelle strahlt im neuen Glanz: Eröffnung im November!
Am Montag war es endlich so weit: Die majestätische Schlosskapelle in Dresden wurde nach umfassenden Sanierungsarbeiten wieder an die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) übergeben. Diese schöne Kapelle, die im Jahr 1553 erbaut wurde und über ein hundert Jahre lang die zentrale Kirche des evangelischen Kurfürstentums Sachsen war, erstrahlt nun in neuem Glanz. Auch wenn sie im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, hat die Restaurierung in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Die bedeutendsten Neuerungen umfassen die hochmoderne Beleuchtung und audiovisuellen Anlagen, die die Kapelle zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum umgestalten.
Der gesamte Ausbau der Kapelle erstreckt sich über drei Jahre, beginnend im Jahr 2023, und wurde in mehreren Etappen durchgeführt. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurden nicht nur die Orgel- und Musikempore auf der Ostseite restauriert, sondern auch das aufwendige Schlingrippengewölbe in traditioneller Technik mit Ziegeln und Sandsteinrippen wiederhergestellt. Insgesamt beliefen sich die Kosten dieser umfangreichen Renovierung auf etwa 12 Millionen Euro, wovon 3,75 Millionen Euro aus Bundesmitteln stammen. Allein der neueste Bauabschnitt kostete 8,4 Millionen Euro.
Besichtigung und Buchbarkeit
Ab Mitte November können die Besucher die beeindruckende Schlosskapelle im Rahmen von Führungen besichtigen. Wer danach auf den Geschmack gekommen ist und die Kapelle für eigene Veranstaltungen nutzen möchte, hat ab Dezember die Möglichkeit, diesen einmaligen Raum zu buchen. Dies stellt eine tolle Gelegenheit dar, in historischer Atmosphäre Veranstaltungen abzuhalten, sei es für Hochzeiten, Konzerte oder andere kulturelle Events.
Die Schlosskapelle ist nicht nur architektonisch bemerkenswert, sondern war auch der Wirkungsort des berühmten Komponisten Heinrich Schütz im 17. Jahrhundert. Ihre Rückkehr in den Fokus der Kulturszene von Dresden ist ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig der Erhalt von Kulturstätten für die Identität einer Stadt ist.
Ein Blick auf die Vergangenheit
Die Geschichte der Schlosskapelle ist ebenso spannend wie ihre Architektur. Zum ersten Mal erhielt sie ihre räumliche Kubatur und Gestalt bereits 1988 zurück. Davor war sie jahrzehntelang ein Schatten ihrer selbst gewesen. Von 2010 bis 2013 wurde schließlich das Deckengewölbe in seiner historischen Form wiederhergestellt, ein entscheidender Schritt in der Revival-Geschichte dieser bedeutenden Stätte.
Insgesamt zeigt sich, dass die wiederhergestellte Schlosskapelle nicht nur ein Wohnort der Kunst und Kultur ist, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für gelungenen Denkmalschutz und moderne Nutzung. Die Kapelle wird unweigerlich ein zentraler Anlaufpunkt für Kulturbegeisterte in Dresden werden. Sicherlich ein Ort, an dem viele unvergessliche Erinnerungen geschaffen werden.