Provokation von Rechtsextremist Schreiber: Spendenlauf im Herzen Dresdens!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Rechtsextremist Max Schreiber provoziert in Dresden, führt zu Spendenlauf für "Mission Lifeline" und wird von Polizei gestoppt.

Rechtsextremist Max Schreiber provoziert in Dresden, führt zu Spendenlauf für "Mission Lifeline" und wird von Polizei gestoppt.
Rechtsextremist Max Schreiber provoziert in Dresden, führt zu Spendenlauf für "Mission Lifeline" und wird von Polizei gestoppt.

Provokation von Rechtsextremist Schreiber: Spendenlauf im Herzen Dresdens!

Ein aufsehenerregender Vorfall in der Dresdner Neustadt hat für Aufregung und Gegenbewegungen gesorgt. Am Freitagabend, dem 10. August 2023, plante der 38-jährige rechtsextreme Aktivist Max Schreiber, der für die „Freien Sachsen“ tätig ist, einen Marsch durch das als links geltende Viertel. Dabei wollte er vor allem „unbequeme Fragen“ stellen und gerierte sich einmal mehr als Provokateur. Doch die örtlichen Anwohner und zahlreiche Gegendemonstranten ließen sich nicht so leicht provozieren. Bereits vor seinem Auftritt versammelten sich zahlreiche Menschen, was die Polizei nötigte, Schreiber zu stoppen und ihm einen Platzverweis zu erteilen. Glücklicherweise blieb es bei der Konfrontation relativ ruhig – eine starke Polizeipräsenz sorgte für Sicherheit, während es nur von einem heftigen Regenguss begleitet wurde, wie Sächsische.de berichtet.

Während Schreiber versuchte, durch die Louisenstraße und den Alaunpark zu ziehen, war die Polizei vor Ort, um die wachsenden Spannungen zwischen den rund 350 Gegendemonstranten und Schreiber zu überwachen. Dies hielt seine Begleiter jedoch nicht davon ab, den Auftritt nach zwei einhalb Stunden zu beenden, da sie Schreiber nicht ihm allein überlassen konnten. Zudem wird gegen ihn ermittelt, weil er ein Tattoo trug, das mit einer Unterorganisation der NSDAP in Verbindung gebracht wird.

„Sein Hass rettet Leben“ – die Spendenaktion

Der Versuch von Max Schreiber, in der Neustadt mit seinen provokanten Fragen Aufmerksamkeit zu erregen, führte stattdessen zu einer bemerkenswerten Spendenaktion. Die Stadträtin Anne Herpertz von den Piraten und Rita Kunert von Seebrücke beschlossen angesichts der Provokation, die Sache ins Positive zu wenden. Unter dem Motto „Sein Hass rettet Leben (unfreiwillig)“ wurde ein Spendenlauf ins Leben gerufen. Für jeden Meter, den Schreiber zurücklegte, sollten fünf Euro an die Seenotrettungsorganisation „Mission Lifeline“ gespendet werden, wie auch dokmz.com festhält.

Die Spendenaktion erwies sich als großer Erfolg. Über 4.000 Euro konnten zusammengetragen werden, sowohl durch Barspenden als auch durch Überweisungen, was der Solidarität der Bürgerinnen und Bürger spricht. Aktivisten sammelten Spenden mit Sammelbüchsen und ermöglichten auch Online-Spenden. Diese Initiative wandte die Provokation Schreiber gegen ihn selbst und zeigte, dass die Gemeinschaft zusammensteht.

Ein weiteres Kapitel in Schreibers Geschichte

Max Schreiber wurde im Juni 2024 am Amtsgericht Dresden zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung. Eine Berufungsverhandlung am Landgericht Dresden ist für Oktober 2023 angesetzt. Trotz seines eingeschränkten Handlungsspielraums wollte er wieder an seine alten Methoden anknüpfen, doch die Stadt und ihre Bewohner haben ihm eine klare Absage erteilt und gezeigt, dass solche Provokationen hier nicht gewünscht sind. Schreiber muss also weiterhin die Auswirkungen seiner Handlungen tragen, während die lokale Gemeinschaft aktiv für Menschlichkeit eintritt.