Zoo-Direktor in Görlitz verteidigt umstrittene Tier-Tötungen!
Im Görlitzer Zoo unterstützen Tierschutzforderungen nach Tötungen in deutschen Zoos. Direktor Sven Hammer betont Verantwortung im Artenschutz.

Zoo-Direktor in Görlitz verteidigt umstrittene Tier-Tötungen!
Die Kontroversen um die Tierhaltung in deutschen Zoos nehmen kein Ende. Jüngst sorgte die Tötung von zwölf Pavianen im Nürnberger Tiergarten für landesweite Empörung. Ein Protestcamp vor dem Zoo und Morddrohungen gegen den Direktor haben die Wogen hochgeschlagen. Diese Schwierigkeiten erinnern an die jüngsten Ereignisse im Leipziger Zoo, wo am 10. August 2025 drei Sibirische Tigerbabys aufgrund eines Versäumnisses der Mutter eingeschläfert wurden. Die Tierschutzorganisation Peta hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Zoo-Verantwortlichen einzuleiten, da sie die Praxis der Tötung von Jungtieren als unethisch kritisiert und einen Stopp der Zuchtprogramme für Sibirische Tiger fordert. Dies wird bei Peta als ernstzunehmendes Problem betrachtet, da die Anlehnung zwischen Zoo-Management und Tierschutz immer wieder in Frage gestellt wird n-tv.
Zoo-Direktor Jörg Junhold erklärte, dass das Verhalten der unerfahrenen Tiger-Mutter Yushka nicht ungewöhnlich sei. Nach anfänglicher Pflege distanzierte sie sich von den Jungtieren, die bereits nach zwei Tagen erhebliche Anzeichen von Schwäche und Unterkühlung zeigten. Damit stand der Zoo vor der Entscheidung, die Tigerbabys einzuschläfern und ihnen ein Leiden durch Verhungern zu ersparen. Diese Situation hat die Diskussion um den Umgang mit Tieren in Gefangenschaft neu entfacht. Peta bezeichnet die Ablehnung von Jungtieren durch Tiermütter als ein Ergebnis der Zuchtpraktiken in Zoos, was die Effektivität dieser Programme in Frage stellt Sächsische.
Stimmen aus dem Tierpark Görlitz
In der Debatte um die Tötung von Tieren zeigt sich Sven Hammer, der Tierparkdirektor in Görlitz, als couragierter Unterstützer der Entscheidungen in Nürnberg. Er äußerte, dass auch der Görlitzer Zoo in vergleichbaren Situationen ähnliche Schritte gehen würde. „Als Menschen tragen wir die Verantwortung für die Ausrottung vieler Tierarten“, betont Hammer. Zoos sollten Beteiligte im Artenschutz sein und können nur dann Zulassungen erhalten, wenn sie sich diesen Zielen verpflichtet fühlen.
Der Tierpark Görlitz ist aktiv in weltweite Zuchtprogramme für bedrohte Arten eingebunden. Hammer hebt hervor, dass manchmal menschliches Eingreifen notwendig sei, wenn natürliche Populations-Mechanismen nicht mehr funktionieren. Diese Philosophie teilt auch die Stiftung Artenschutz, die den One Plan Approach verfolgt. Dieser erkennt ex situ- und in situ-Populationen als gleichwertige Management-Einheiten an und legt einen klaren Fokus auf die Verbesserung der biologischen Vielfalt sowie die Sicherung der Ökosysteme und Arten.
Perspektiven für die Zukunft
Die Diskussion über die Haltung von Tieren in Zoos wird durch die fortlaufenden Kritikpunkte von Tierschutzorganisationen wie Peta sowie von Experten der Stiftung Artenschutz weiter vorangetrieben. Die Stiftung betont, dass ihre Aktivitäten nicht nur auf die Tierhaltung abzielen, sondern auch auf die Schaffung sozialer Perspektiven und die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse im Naturschutz. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltiges Management und international anerkannte Richtlinien will die Stiftung die Herausforderungen im Tierschutz zusammen mit verschiedenen Partnern angehen.
Es bleibt also abzuwarten, wie die Diskussion um die Tötung von Tieren in Zoos weitergehen wird und welche Konsequenzen dies für zukünftige Zuchtprogramme und die Rolle von Zoos im Artenschutz haben könnte. Eines steht jedoch fest: Es ist höchste Zeit für ein Umdenken im Umgang mit Tieren unter menschlicher Obhut. Die Stimme der Tierschutzorganisationen wird immer lauter und zeigt auf, dass es in dieser Diskussion um viel mehr geht als nur um zoopolitische Entscheidungen.