Insolvenzdrama in Elstertrebnitz: 112 Jobs in Gefahr!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die Schrott-Wetzel-Ost GmbH in Elstertrebnitz meldet Insolvenz an. Zukunft von 112 Arbeitsplätzen gefährdet, Investoren gesucht.

Die Schrott-Wetzel-Ost GmbH in Elstertrebnitz meldet Insolvenz an. Zukunft von 112 Arbeitsplätzen gefährdet, Investoren gesucht.
Die Schrott-Wetzel-Ost GmbH in Elstertrebnitz meldet Insolvenz an. Zukunft von 112 Arbeitsplätzen gefährdet, Investoren gesucht.

Insolvenzdrama in Elstertrebnitz: 112 Jobs in Gefahr!

Mit einem herben Schlag hat die Schrott-Wetzel-Ost GmbH in Elstertrebnitz die Schlagzeilen beherrscht, denn das Unternehmen ist insolvent. Das Insolvenzverfahren wurde am 30. Oktober 2025 am Amtsgericht Leipzig offiziell eröffnet, wie MDR berichtet. Für die 112 Beschäftigten, die in den vier Standorten in Elstertrebnitz, Roßlau (Sachsen-Anhalt), Eisenberg (Thüringen) und Berlin-Vogelsdorf arbeiten, ist die Zukunft nun ungewiss.

Die Situation ist ernst, denn der Betrieb liegt seit Mitte August 2025 brach. Auf der Homepage des Unternehmens wird klar kommuniziert, dass weder Material angenommen noch abgeholt wird. Besonders die 60 Mitarbeitenden am Standort Elstertrebnitz spüren die Auswirkungen der Insolvenz, da sie unmittelbar von der Schließung betroffen sind. Thomas Jacobs, der vorläufige Insolvenzverwalter, ist bereits auf der Suche nach potenziellen Investoren, jedoch gab es bisher noch kein Angebot.

Ein junges Unternehmen mit viel Potenzial

Die Schrott-Wetzel-Ost GmbH wurde erst 2022 gegründet, nach der Übernahme der ostdeutschen Standorte der Mannheimer Schrott Wetzel GmbH. Das Unternehmen hat sich auf die Aufbereitung von Metallen spezialisiert und belieferte zahlreiche Hütten und Stahlwerke in der Region. Im Jahr 2024 wurde eine beachtliche Menge von etwa 275.000 Tonnen Stahlschrott verarbeitet, ergänzt durch 9.000 Tonnen Aluminiumschrott und 8.000 Tonnen nicht-eisenhaltige Sorten. Der Jahresabschluss 2023 verzeichnete trotz der herausfordernden Lage Umsatzerlöse von 121 Millionen Euro und einen kleinen Jahresüberschuss von 384.000 Euro, wie auch Euwid Recycling berichtet.

Das Management des Unternehmens, bestehend aus Marius Wetzel und Robert Eckhold, hat sich in der Region auch durch gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet und war Sponsor des 1. FC Lok Leipzig. Die sozialen Initiativen wurden von der Belegschaft sowie den Anwohnern geschätzt und prägten das Erscheinungsbild des Unternehmens in der Gegend.

Ein ungewisser Weg in die Zukunft

Obwohl die finanziellen Probleme zur Einstellung des Betriebs geführt haben, warten die Angestellten und regionale Interessierte auf positive Nachrichten. Ohne einen Investor dürfte es schwer werden, einen Neuanfang zu wagen, und eine Betriebseinstellung wäre unabdingbar. Die Hoffnung auf Rettung und einen Investor bleibt jedoch bestehen, denn das Unternehmen hat bewiesen, dass es mit großen Mengen an Schrott umgehen kann und über die letzten Jahre in der Branche fest etabliert war. In der jetzigen Lage bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob es gelingt, aus der Insolvenz herauszukommen.

Die kommenden Tage und Wochen werden entscheidend sein für die Schrott-Wetzel-Ost GmbH und alle, die mit ihr verbunden sind. Wir werden weiterschauen und berichten, sofern sich neue Entwicklungen ergeben.