Kanzler Merz trifft Sachsen: Steuereinnahmen steigen, Sorgen bleiben!
Bundeskanzler Merz trifft heute die sächsische Landesregierung in Dresden, diskutiert Steuereinnahmen und öffentliche Finanzen.

Kanzler Merz trifft Sachsen: Steuereinnahmen steigen, Sorgen bleiben!
Heute, am 28. Oktober 2025, trifft sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit der sächsischen Landesregierung in Dresden. Dabei wird nicht nur über die knappen öffentlichen Finanzen gesprochen, sondern auch die Entwicklung der Steuereinnahmen wird in den Fokus gerückt. Der Freistaat Sachsen kann für das kommende Jahr mit höheren Steuereinnahmen rechnen, sieht sich jedoch in den Jahren danach mit einer angespannten finanziellen Situation konfrontiert. Rund 9,8 Milliarden Euro Steuereinnahmen erzielte Sachsen im ersten Halbjahr 2025, was einem Zuwachs von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie diesachsen.de berichtet.
Merz wird während seines Besuchs auch das Bildungszentrum der Handwerkskammer und den Halbleiterproduzenten Globalfoundries besuchen. Seine Beziehung zu Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist professionell und freundlich, jedoch gibt es Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf Russland und die AfD. Dies zeigt, dass der politische Dialog durchaus komplex ist, auch wenn beide auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
Wirtschaftliche Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Die Zukunft der sächsischen Finanzen bleibt ungewiss. Während Merz und Kretschmer hoffen, die Steuereinnahmen weiter steigern zu können, warnt Sachsens Finanzminister Christian Piwarz (CDU) vor möglichen Einbußen ab 2026 und fordert einen strikten Sparkurs. Die Kommunen in Sachsen sehen sich hingegen mit einem defizitären Ausblick konfrontiert, da für 2025 und 2026 ein Minus von etwa 38 Millionen Euro erwartet wird. Das ist eine Herausforderung, die nicht ignoriert werden kann.
Ungeachtet dieser finanziellen Herausforderungen zeigt der Glücksatlas 2025, dass die Zufriedenheit der Sachsen gestiegen ist. Allerdings besteht nach wie vor Unzufriedenheit mit der eigenen finanziellen Lage, was eine spannende Diskrepanz zwischen allgemeinem Wohlbefinden und persönlichen Sorgen widerspiegelt.
Demonstrationen und Anfragen zur Sicherheit
In der Nähe der Staatskanzlei findet heute eine Demonstration mit dem Motto „Solidarität statt Spaltung“ statt. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass soziale Themen und das Sicherheitsgefühl in der Gesellschaft stark diskutiert werden. Passanten berichten in der Sächsischen Zeitung und der Leipziger Volkszeitung von ihren Erfahrungen mit Kriminalität, was zeigt, dass mehr als die Hälfte der Frauen in Deutschland nachts bestimmte Orte meidet, um sich zu schützen, wie eine Studie des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2022 belegt.
Zusätzlich zur politischen Tagesordnung wird in der Lausitz Unmut über die Verwendung von Kohleausstiegsgeldern laut. Hier fordern Bürgermeister und Landrat einen Strategiewechsel hin zu Gewerbe- und Industrieflächen, was das Thema der wirtschaftlichen Neugestaltung in der Region weiter beleuchtet. Auch die Insolvenz des Leipziger Straßenbahnherstellers Heiterblick wirft Fragen auf, da sie ein gemeinsames Beschaffungsprojekt von Leipzig, Görlitz und Zwickau gefährdet. Während Zwickau bereits vom Liefervertrag zurückgetreten ist, prüft Görlitz eine Kündigung, während Leipzig dem Auftrag weiterhin festhält.
Die heutige Tagesordnung in Sachsen bietet nicht nur politische Gespräche, sondern auch bedeutende Veranstaltungen, wie den 31. Mitteldeutschen Immobilientag in Leipzig, die Vorstellung eines neuen Wohnquartiers durch Vonovia und eine Pressekonferenz zur Präsentation eines innovativen KI-Computers. Diese Themen zeigen, dass der Freistaat in Bezug auf technologische Fortschritte und Immobilienentwicklung aktiv bleibt und auch Zukunftspläne hat.