Farewell an der Spitze: Oberbürgermeister Raschke verlässt nach 21 Jahren!
Oberbürgermeister Olaf Raschke verabschiedet sich nach 21 Jahren in Meißen. Feier in der Weinerlebniswelt mit zahlreichen Gästen.

Farewell an der Spitze: Oberbürgermeister Raschke verlässt nach 21 Jahren!
Der 27. Oktober 2025 war ein prachtvoller Tag für die Stadt Meißen, denn der langjährige Oberbürgermeister Olaf Raschke wurde in einem ehrwürdigen Rahmen verabschiedet. Nach 21 Jahren im Amt, hat er sich entschlossen, bei der kommenden OB-Wahl im September nicht mehr anzutreten. Die Verabschiedung fand in der Weinerlebniswelt der Winzergenossenschaft Meißen statt, wo sich rund 140 Gäste zusammenfanden, um auf seine Erfolge anzustoßen. Unter den Anwesenden waren inaktive und aktive (Ober-)Bürgermeister, Stadträte, Unternehmer sowie langjährige Freunde, und auch sein Nachfolger Markus Renner war vertreten.
Olaf Raschke, der 2004 erstmals zum Oberbürgermeister gewählt wurde und mit bemerkenswerten Ergebnissen wie 81,1 Prozent der Stimmen im Jahr 2011 und einem knappen Wahlsieg 2018 aufwarten kann, begann seinen besonderen Tag mit einer Überraschung: Um 9 Uhr holte ihn die Feuerwehr Meißen von zu Hause ab. Raschke, der in seiner Zeit im Amt unter anderem in großen Baggern und Streufahrzeugen gesessen hat, war jedoch noch nie in einem Löschfahrzeug, was diesen Moment besonders machte. Und nicht nur die Feuerwehr, auch die vielen Geschenke, die er an diesem Tag erhielt – insbesondere der Wein als beliebtes Mitbringsel – machten den Abschied für ihn unvergesslich.
Rückblick auf eine Karriere
Zahlreiche Weggefährten erinnerten in ihren Ansprachen an Raschkes beeindruckende Karriere. So erzählte Petra Hannß, die ehemalige Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes, von seinen Höhepunkten und Herausforderungen. Vor seiner Wahl hatte Raschke im Wahlkampf sogar einen Grillstand vor der Apotheke am Markt aufgebaut, was nicht nur seine Bürgernähe unterstrich, sondern ihm auch den direkten Kontakt zu den Wählern ermöglichte. Im ersten Wahlgang wurde er gewählt, und der verstorbene Stadtrat Heinz Gleisberg nahm ihm den Amtseid ab. Nun, mit 62 Jahren und aus Görlitz stammend, möchte Raschke den Staffelstab weiterreichen und erwartet zahlreiche Interessenten für sein Amt.
Die Ankündigung seines Rückzugs im Stadtrat war für viele überraschend, jedoch betont Raschke die gemeinsamen Erfolge, die er in den vergangenen Jahren mit Bürgern und Rathausteam errungen hat. Er habe immer ein gutes Händchen für die Belange der Stadt gezeigt und die vielen Baustellen mit Bravour gemeistert.
Das Amt des Oberbürgermeisters
Für die Leser, die vielleicht nicht so vertraut mit dem Titel des Oberbürgermeisters sind, sei gesagt, dass dieser in Deutschland eine Amtsbezeichnung für Stadtoberhäupter ist, die insbesondere in großstädtischen und kreisfreien Städten Verwendung findet. Anders als in Österreich oder der Schweiz, wo ähnliche Funktionen ganz anders benannt werden, bleibt der Oberbürgermeister in Deutschland ein symbolisches und verantwortungsvolles Amt. In unserer Region, und speziell in Nordrhein-Westfalen, ist diese Funktion besonders wichtig, da hier Oberbürgermeister nur in kreisfreien Städten vertreten sind.
Raschkes Rückzug hat also nicht nur für Meißen, sondern auch für die politische Landschaft in der Umgebung eine große Bedeutung. Die Bürger können sich auf einen neuen Wind und frische Ideen freuen, die die Stadt in die Zukunft führen werden. Ob sein Nachfolger die Spur, die Raschke hinterlässt, erfolgreich mit neuen Herausforderungen weiterführt, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Die 21 Jahre unter Olaf Raschke werden in die Geschichtsbücher Meißens eingehen, und nicht nur der Wein wird für diesen besonderen Anlass ein bleibendes Gedächtnis schaffen.