Krise im Handwerk: Jeder fünfte Betrieb in Meißen kämpft ums Überleben!

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Im Landkreis Meißen zeigt der Konjunkturbericht der Handwerkskammer 2025 eine stagnierende Wirtschaftslage und steigende Herausforderungen.

Im Landkreis Meißen zeigt der Konjunkturbericht der Handwerkskammer 2025 eine stagnierende Wirtschaftslage und steigende Herausforderungen.
Im Landkreis Meißen zeigt der Konjunkturbericht der Handwerkskammer 2025 eine stagnierende Wirtschaftslage und steigende Herausforderungen.

Krise im Handwerk: Jeder fünfte Betrieb in Meißen kämpft ums Überleben!

Im Herbst 2025 wurde der halbjährliche Konjunkturbericht der Handwerkskammer Dresden veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass das ostsächsische Handwerk sich in einer stagnierenden Lage befindet. Das aktuelle Geschäftsklima liegt bei 103 Punkten und hat sich damit um einen Punkt im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dies berichtet Sächsische.de.

Die Umfrage unter rund 3.000 Mitgliedsbetrieben zeigt, dass 37,7 % der Befragten ihre Situation als „gut“ einstufen, was einen Rückgang um 7 Prozent im Vergleich zum Frühling darstellt. Gleichzeitig berichten 16,6 % der Betriebe von wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ein Besorgnis erregender Trend ist, dass nur 8 % der Handwerker zuversichtlich sind, dass sich ihre Lage bis zum Jahresende verbessert.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass jede fünfte Firma im Landkreis Meißen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen ist. Ein Drittel der Betriebe verzeichnet einen Umsatzrückgang, und viele erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Auch die Auftragslage ist kritisch: 60 % der Betriebe sehen ihre Auftragslage als durchschnittlich an, während etwa jeder Dritte angibt, dass es weniger Aufträge als üblich gibt.

Im Hinblick auf die Beschäftigung berichten 16 % der Betriebe von einem Rückgang der Angestellten. Allerdings glaubt nur jeder zwanzigste Betrieb, dass die Beschäftigtenzahl weiter sinken wird. Die Durststrecke wirkt sich im gesamten Handwerk aus, doch die Ausbauhandwerke wie Installateure und Heizungsbauer haben mit einem Geschäftsklima von 109 Punkten eine Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen, wie auch HWK Dresden feststellt.

Forderungen nach Unterstützung

Ein Fünftel der Betriebe fürchtet eine weitere Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage, während die Mehrheit mit Stagnation rechnet. Die Handwerkskammer betont die Notwendigkeit kurzfristiger Impulse aus der Gesamtwirtschaft und gezielter Wirtschaftspolitik, um eine drohende Rezession im Handwerk abzuwenden. Diese Anforderung ist dringlicher denn je, da die Situation in konsumnahen Handwerken wie den Lebensmittel- und Gesundheitshandwerken durch steigende Preise und rückläufige Nachfrage weiter belastet wird.

Die Ergebnisse des Konjunkturberichts sind ein deutliches Signal an die Politik, die nötigen Weichen zu stellen und den Handwerksbetrieben die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen. Denn eines ist klar: Da liegt was an, und ohne gezielte Maßnahmen könnte die Lage im Handwerk sich weiter zuspitzen.