Riesas ICE-Halte in Gefahr: SPD und Ministerin fordern Erhalt!

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Der SPD-Kreisverband Meißen kritisiert die geplanten Streichungen von ICE-Halten in Riesa und fordert ihren Erhalt für die Region.

Der SPD-Kreisverband Meißen kritisiert die geplanten Streichungen von ICE-Halten in Riesa und fordert ihren Erhalt für die Region.
Der SPD-Kreisverband Meißen kritisiert die geplanten Streichungen von ICE-Halten in Riesa und fordert ihren Erhalt für die Region.

Riesas ICE-Halte in Gefahr: SPD und Ministerin fordern Erhalt!

In den kommenden Monaten steht Riesa eine einschneidende Änderung bevor: Ab Mitte Dezember 2025 werden die ICE-Halte an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Sachsen gestrichen. Diese Entscheidung ruft insbesondere beim SPD-Kreisverband Meißen massives Unverständnis hervor. „Das ist ein fatales Signal für den Landkreis“, betont Andreas Schurig, der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Meißen, in einem Schreiben an verschiedene Institutionen, darunter Infrastrukturministerin Regina Kraushaar und die Deutsche Bahn.

Die Streichung der Halte bedeutet nicht nur eine Schwächung für die Stadt Riesa, sondern auch für das Umland. Als Mittelzentrum nimmt Riesa bedeutende Aufgaben für die Region wahr, was die Verantwortung der Deutschen Bahn unterstreicht. Dies wird auch von der Sächsischen Ministerin für Infrastruktur, Regina Kraushaar, die in einem Beschwerdebrief die Nieuwe Entscheidung hinterfragt hat, unterstützt. Sie stellt klar, dass die Änderungen im Fahrplan den Nahverkehr zwischen Dresden und Leipzig stark verschärfen würden. Dies ist nicht nur für Pendler problematisch, sondern schwächt auch die Anbindung benachbarter Regionen.

Reaktionen auf die Streichung

Die Deutsche Bahn selbst rechtfertigt die Streichung mit wirtschaftlichen Erwägungen. Der Fernverkehr müsse eigenwirtschaftlich erbracht werden, was die Planungen überschaubar mache. Dabei sieht man in Riesa nur etwa 30 Ein- und Aussteiger pro ICE-Zug, was die Entscheidung zusätzlich begünstigt hat. Dennoch wird der neue Fahrplan Veränderungen bringen: Ab 2026 wird ein ICE von Wiesbaden nach Dresden künftig fünf Minuten später in Erfurt abfahren, was eine bessere Anbindung von München und Nürnberg verspricht. Dies könnte für viele Reisende Vorteile bringen, doch für Riesa stellt sich die Frage, ob diese Vorteile die Streichung der Halte aufwiegen können.

Der Druck auf die Deutsche Bahn steigt. Die BSW-Fraktion des Meißner Kreistags plant, eine Resolution zum Erhalt aller ICE-Halte einzubringen und sucht Unterstützung aus anderen Fraktionen. Der Dialog zwischen der Politik und der DB ist dringlicher denn je, denn die Sorgen der Anwohner und Pendler sind real und verlangen gehör. Die geplanten Änderungen wirken sich nicht nur auf die Reisenden, sondern auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region aus.

In dieser angespannten Situation bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf die berechtigten Anliegen der Bürger reagieren. Die nächsten Wochen könnten entscheidend dafür sein, ob Riesa als Verkehrsknotenpunkt weiterhin eine zentrale Rolle bewahren kann. Anders gesagt, es bleibt spannend, ob die Stimmen aus der Region Gehör finden und ob die Bahn ihre Entscheidungen möglicherweise noch einmal überdenkt.