Rückkehr nach Syrien: Nur 0,6% der Flüchtlinge in Meißen entscheiden sich!
Die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus dem Landkreis Meißen stagnierte 2025. Finanzielle Anreize und Asylfragen stehen im Fokus.

Rückkehr nach Syrien: Nur 0,6% der Flüchtlinge in Meißen entscheiden sich!
Die Rückkehr syrischer Staatsbürger aus Deutschland bleibt ein Thema, das viele Gemüter bewegt. Neueste Zahlen zeigen, dass etwa 1.252 syrische Staatsangehörige im Landkreis Meißen gemeldet sind, wobei 1.020 von ihnen als Flüchtlinge gelten. Eine kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Kirste offenbarte, dass zwischen Dezember 2024 und Juli 2025 lediglich acht dieser Personen freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Dies entspricht einer bemerkenswert geringen Rückkehrquote von gerade einmal 0,6 Prozent, während gleichzeitig 35 neue syrische Flüchtlinge in die Region gezogen sind, wie diesachsen.de berichtet.
Die Rückkehr der acht Syrer wurde mit einem erheblichen finanziellen Förderpaket in Höhe von insgesamt 12.744 Euro unterstützt, was bedeutet, dass jeder Rückkehrer im Durchschnitt etwa 1.593 Euro erhielt. Dieser Umstand hat Thomas Kirste dazu veranlasst, die finanziellen Anreize für den Verbleib in Deutschland zu hinterfragen. Er fordert, dass nur die Rückkehr von Menschen unterstützt wird, die tatsächlich einen Fluchtgrund haben, und zudem spricht er sich klar gegen eine dauerhafte Einwanderung ohne hinreichenden Grund aus.
Rückkehr von Syrern aus Deutschland
Generell zeigt eine Untersuchung des ARD-Politikmagazins Panorama, dass seit dem Machtwechsel in Syrien rund 4.000 Syrer aus Deutschland zurückgekehrt sind. Im ersten Halbjahr 2025 nutzen 995 von diesen Rückkehrern das geförderte Rückkehrprogramm „REAG/GARP 2.0“, das finanzielle Unterstützung für die Ausreise bietet. Dies umfasst unter anderem eine Starthilfe von 1.000 Euro pro Person, maximal jedoch 4.000 Euro pro Familie, sowie Reisebeihilfen von 200 Euro für Erwachsene und 100 Euro für Kinder. Hier wird deutlich, dass die Bundesregierung Möglichkeiten schafft, die Rückkehr zu erleichtern, auch wenn die genaue Zahl derer, die tatsächlich in Syrien ankommen, im Dunkeln bleibt, wie tagesschau.de hervorhebt.
Bislang blieben jedoch Abschiebungen nach Syrien aus. Das Bundesinnenministerium plant, dies zu ändern und beabsichtigt, Rückführungen von Straftätern und Gefährdern vorzunehmen. Österreich ist hierbei einen Schritt weiter gegangen und hat bereits Personen nach Syrien abgeschoben. Laut dem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ist die Notwendigkeit solcher Abschiebungen offensichtlich. Doch die politischen Verhältnisse in Syrien sind weiterhin angespannt und gefährlich, weshalb das Auswärtige Amt von Reisen in das Land abrät und die Situation als unberechenbar einstuft.
Umfragen zeigen, dass ein Großteil der Deutschen, nämlich 52 Prozent, die Rückkehr von nicht gut integrierten Syrern befürwortet, während 25 Prozent für eine zügige Rückführung aller syrischen Geflüchteten plädieren. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, wie die der Grünen-Politikerin Luise Amtsberg, die die Rückführungspläne der Bundesregierung hinterfragen und die dynamischen Entwicklungen in der Region im Blick behalten.
In der Kölner Diskussion um das Thema Rückkehr ist sicher noch viel Bewegung, und es bleibt abzuwarten, wie die Bundesregierung und die politischen Akteure auf die anhaltenden Herausforderungen reagieren werden.