Mietpreisbremse in Sachsen: Verlängerung bis 2027 – Was bedeutet das?

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Sachsen plant die Verlängerung der Mietpreisbremse in Leipzig und Dresden bis 2027, um dem angespannten Wohnungsmarkt zu begegnen.

Sachsen plant die Verlängerung der Mietpreisbremse in Leipzig und Dresden bis 2027, um dem angespannten Wohnungsmarkt zu begegnen.
Sachsen plant die Verlängerung der Mietpreisbremse in Leipzig und Dresden bis 2027, um dem angespannten Wohnungsmarkt zu begegnen.

Mietpreisbremse in Sachsen: Verlängerung bis 2027 – Was bedeutet das?

In der sächsischen Landeshauptstadt stehen die Mieten in letzter Zeit wieder hoch im Kurs, und die Regierung hat darauf reagiert: Eine Verlängerung der Mietpreisbremse für die Städte Leipzig und Dresden bis Sommer 2027 ist geplant. Das gab Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) im Rahmen eines Podcasts bekannt. Wie Sächsische berichtet, beleuchtet die Diskussion die besorgniserregenden Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt, die besorgte Mieter in beiden Städten zurücklässt.

Die Mietpreisbremse, die aktuell bis Ende 2025 gilt, begrenzt bei neuen Mietverträgen die Miete auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese Regelung soll einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen von Mietern und Vermietern schaffen. Kraushaar bezeichnete den aktuellen Wohnungsmarkt in Dresden und Leipzig als „angespannt“ und machte deutlich, dass die Mietpreisbremse nur eine vorübergehende Lösung darstellt, während der Neubau von Wohnungen dringend notwendig bleibt. Ein entsprechendes Gutachten soll die Marktsituation bis zum Sommer 2026 analysieren, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden, wie Tagesschau informiert.

Mieter sorgen sich um ihre Rechte

Im Podcast „Thema in Sachsen“ äußerte Anke Matejka vom Deutschen Mieterbund Sachsen ihre Position zur geplanten Verlängerung: Sie hält diese für notwendig, sieht jedoch auch die Befristung bis Juni 2027 kritisch. „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt schneller als das Angebot“, betonte sie. Viele Bewohner in diesen Städten scheuen sich zudem, gegen überhöhte Mieten vorzugehen, was eine zusätzliche Belastung darstellt.

Matejka fordert daher stärkere Sanktionen gegen Eigentümer, die sich nicht an die Regelungen halten, um endlich faire Bedingungen für Mieter zu schaffen. Alexander Müller vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft brachte hingegen Bedenken hinsichtlich eines zusätzlichen Verwaltungsaufwands vor, der die Falschen trifft. Dies lässt die Idee eines entspannten Wohnungsmarktes in weite Ferne rücken.

Der Weg zum Wohnungsbau

Beide Experten sind sich jedoch einig über die Notwendigkeit, den Wohnungsbau zu beschleunigen. Müller rief dazu auf, bürokratische Hindernisse abzubauen und verwies auf das „Bau-Turbo“-Gesetz, dessen Wirkung derzeit noch ausbleibt. Matejka fordert zudem mehr bezahlbaren Wohnraum, auch außerhalb des Sozialwohnungsbaus. Die gegenwärtige Situation erfordert ein starkes gemeinsames Handeln, damit auch in Zukunft ein Dach über dem Kopf für alle gesichert werden kann.

Die Diskussion über die Mietpreisbremse zeigt einmal mehr, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um den angespannten Wohnungsmarkt in Sachsen zu entlasten. Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Maßnahmen und die Analysen bald die gewünschten Ergebnisse liefern, bevor die Mieten weiter in die Höhe schießen.