Frankenberg am Abgrund: Kita droht wegen Geburtenrückgang zu schließen!
Frankenberg kämpft mit starkem Geburtenrückgang. Bürgermeister Gerstner diskutiert mögliche Kita-Schließungen und Lösungen.

Frankenberg am Abgrund: Kita droht wegen Geburtenrückgang zu schließen!
In Frankenberg wird es ernst: Die Stadt hat mit einem dramatischen Rückgang der Geburtenzahlen zu kämpfen. Laut Bürgermeister Oliver Gerstner (CDU) liegt die Zahl der jährlich geborenen Kinder mittlerweile bei rund 55 – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu über 100 Anmeldungen vor einigen Jahren. Diese Entwicklung hat bereits spürbare Auswirkungen auf die lokale Kinderbetreuungssituation, wie die Freie Presse berichtet.
Wie es aussieht, steht einer der städtischen Kitas, die “Windrädchen” im Ortsteil Mühlbach, vor einer ungewissen Zukunft. Für das Krippenjahr 2026/27 sind nur zwei Anmeldungen eingegangen, obwohl für einen stabilen Betrieb mindestens fünf bis zehn Anmeldungen pro Jahr nötig sind. Die Entscheidung über eine mögliche Schließung wird im Stadtrat bis Ende 2025 getroffen. Die Prognosen zufolge könnte Frankenberg bis zum Jahr 2030/31 126 Krippen- und 279 Kindergartenplätze weniger benötigen, was die Kita-Landschaft stark belasten wird, wie die Blick ausführlich erklärt.
Unzureichende Kapazitäten und Überhang an Plätzen
Demografische Veränderungen sind nicht zu übersehen. Frankenberg verlor allein in den letzten 12 Monaten 72 Einwohner, und die Zahl potenzieller Mütter ist seit den 1980er Jahren um fast 50 Prozent gesunken. Hier zeigt sich ein Trend, der nicht nur für Frankenberg, sondern auch für andere kleine Städte in Deutschland gilt. Oftmals kämpfen diese Städte mit stagnierender Stadtentwicklung und einem Mangel an jungen, familienfreundlichen Infrastrukturen, was die Lage noch komplizierter macht.
Offene Kommunikation und die Zukunft der Kitas
Bürgermeister Gerstner hat die Sorge über die Geburtenzahlen bereits vor zwei Monaten in der Freien Presse geäußert und thematisiert die Wichtigkeit der damit verbundenen Herausforderungen. Elternrat und Kita-Personal wurden transparent über die Entwicklung informiert, und das Thema wird offen diskutiert. Diese Herangehensweise soll dazu beitragen, die Bedenken bestmöglich zu adressieren und gemeinsam Lösungen zu finden.
Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Frankenberg aktiv handeln muss, um den Herausforderungen des Geburtenrückgangs entgegenzuwirken und die Infrastruktur für Familien zu sichern. Im Blickfeld stehen nicht nur die Kitas, sondern auch die damit verbundene Lebensqualität für die jungen Familien in der Stadt.