Sachsen-Anhalt: 83% der Neubauten heizen mit Wärmepumpen – Rekord!

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In Sachsen-Anhalt heizen 83% neuer Wohngebäude mit Wärmepumpen. Erfahren Sie mehr über den Heizungswandel und Klimaziele.

In Sachsen-Anhalt heizen 83% neuer Wohngebäude mit Wärmepumpen. Erfahren Sie mehr über den Heizungswandel und Klimaziele.
In Sachsen-Anhalt heizen 83% neuer Wohngebäude mit Wärmepumpen. Erfahren Sie mehr über den Heizungswandel und Klimaziele.

Sachsen-Anhalt: 83% der Neubauten heizen mit Wärmepumpen – Rekord!

Heizen mit einem Bewusstsein für die Umwelt: In Sachsen-Anhalt zeigen Neubauten eindrucksvoll, wohin die Heizungsreise gehen kann. In der aktuellen Situation setzen über 80% der neu errichteten Wohngebäude auf Wärmepumpen, was das Bundesland zur unangefochtenen Spitze beim Einbau dieser modernen Heiztechnologie in Deutschland macht. So berichtet MDR, dass im vergangenen Jahr stolze 83% der neugebauten Häuser mit Wärmepumpen ausgestattet waren.

Die Zahlen sind ebenso beeindruckend wie leuchtend grün: Bundesweit beträgt der Anteil der Wärmepumpen bei Neubauten 69%. In Sachsen-Anhalt hingegen haben nur 9% der neuen Gebäude eine Gasheizung, während 3% an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. Es ist klar: Die Wende in der Heiztechnik ist nicht mehr aufzuhalten.

Der Wandel der Heizgewohnheiten

Schaut man zurück, wurde 2015 noch mehr als die Hälfte der neuen Wohngebäude in Sachsen-Anhalt mit Gasheizungen ausgestattet. Ein klarer Wandel ist seit 2017 zu beobachten, als die Wärmepumpen sukzessive an Beliebtheit gewannen. Gründe dafür sind die strengen Klima-Vorschriften, die attraktive Förderungen bieten und nicht zuletzt die rasant steigenden Gaspreise.

Das Bild in anderen Regionen ist deutlich heterogener: In Bremen etwa heizen nur 32% der neuen Gebäude mit Wärmepumpen, während mehr als die Hälfte weiterhin auf Gas setzt. In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind die anteiligen Heiztechnologien ebenfalls unterschiedlich verteilt, wobei in Berlin 30% und in Hamburg 24% der Neubauten an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. Diese Unterschiede zeigen deutlich, dass der Übergang zu umweltfreundlicheren Heizmethoden keine flächendeckende Angelegenheit ist.

Der Blick nach vorne

Die aktuellen Entwicklungen sind somit nicht nur ein Trend, sondern Teil einer größeren Agenda. Die Bundesregierung hat mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ambitionierte Pläne geschmiedet. Ab dem 1. Januar 2024 ist es verpflichtend, dass in Neubauten nur noch Heizungen installiert werden dürfen, die auf mindestens 65% erneuerbare Energien basieren. Bundesregierung erläutert, dass auf diesem Wege die Wärmewende in Deutschland vorangetrieben werden soll, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen.

Das GEG sieht zudem großzügige Förderungen vor. So können Eigentümer von Einfamilienhäusern ab August 2024 Zuschüsse von bis zu 70% für den Heizungstausch beantragen, besonders wenn sie auf effiziente Wärmepumpen setzen. Auch Kombinationen mit anderen erneuerbaren Technologien wie Solarthermie können die Kosten weiter senken und tragen dazu bei, die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren. Die Synergien, die sich aus der Nutzung von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen ergeben, sind nicht zu vernachlässigen.

Energiezukunft in den Kommunen

Die Kommunen steht ebenfalls eine wichtige Rolle zu: Bis 2045 müssen Wärmepläne veröffentlicht werden, um eine klimaneutrale Energieversorgung zu gewährleisten. Halle hat bereits den ersten dieser Pläne fertiggestellt. Wichtig zu wissen ist, dass der Gebäudebestand in Sachsen-Anhalt derzeit überwiegend mit Gasheizungen ausgestattet ist. Laut der Volkszählung von 2022 nutzen 56% der Gebäude Gas, während 21% auf Öl setzen.

Eine Herausforderung bleibt, dass die Modernisierung des Gebäude- und Heizanlagenbestandes als langfristige Aufgabe betrachtet wird. Schließlich soll nicht nur der Neubau klimafreundlich sein, sondern auch Bestandsgebäude auf den neuesten Stand gebracht werden. Die derzeitige Tendenz hin zu Wärmepumpen ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung.

Fazit: Ein gutes Händchen bei der Auswahl der Heiztechnologie zahlen sich aus – sowohl für das eigene Zuhause als auch für die Umwelt. Sachsen-Anhalt zeigt, wie es geht, und macht anderen Bundesländern ordentlich Dampf. Es bleibt spannend, wie sich dieses Thema weiterentwickeln wird!