Sachsen im Gesundheitsnotstand: 40.000 Menschen ohne Versicherungsschutz!

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Sachsen sorgt sich um 40.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Dringender Handlungsbedarf für medizinische Unterstützung gefordert.

Sachsen sorgt sich um 40.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Dringender Handlungsbedarf für medizinische Unterstützung gefordert.
Sachsen sorgt sich um 40.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Dringender Handlungsbedarf für medizinische Unterstützung gefordert.

Sachsen im Gesundheitsnotstand: 40.000 Menschen ohne Versicherungsschutz!

An diesem 4. November 2025 ist in Sachsen ein brisantes Thema in den Fokus gerückt: der Zustand der medizinischen Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung. Eine aktuelle Pressemitteilung der BÜNDNISGRÜNEN zeigt auf, dass in diesem Bereich erhebliche Lücken bestehen. Die Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Thomas Löser offenbart, dass es im Freistaat keine landesweiten Unterstützungsangebote gibt, was besorgniserregend ist.

Etwa 40.000 Menschen in Sachsen leben schätzungsweise ohne oder nur mit unzureichender Krankenversicherung, darunter viele, die in prekärer Beschäftigung oder sogar wohnungslos sind. Diese Menschen erhalten häufig erst spät oder gar keine medizinische Hilfe, was zu drastischen gesundheitlichen Komplikationen führt. “Es ist an der Zeit, dass wir ein flächendeckendes Netz staatlicher Unterstützung aufbauen,” fordert Löser und plädiert zusätzlich für die Einführung eines anonymen Behandlungsscheins, um diesen Betroffenen eine bessere medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Ein gesundheitlicher Notstand

Innovative Ansätze zur Unterstützung von Menschen ohne Krankenversicherung existieren bereits in Deutschland, wie etwa das Medizinische Behandlungszentrum für papierlose und nichtversicherte Menschen (MVP) in Bremen, das im Jahr 2022 gegründet wurde. Es bietet an drei Tagen in der Woche Behandlungen in einer ehemaligen Arztpraxis an und hat bereits fast 1.000 Menschen geholfen, darunter viele aus mehr als 70 verschiedenen Ländern. Solche Einrichtungen sind von entscheidender Bedeutung, da in Deutschland schätzungsweise bis zu eine Million Menschen ohne Krankenversicherung leben, wie Tagesschau berichtet.

Das MVP hat nicht nur medizinische Behandlungen im Angebot, sondern unterstützt auch dabei, den Zugang zu einem offiziellen Versichertenstatus zu erlangen. Diese zusätzliche Beratungsleistung hat in den letzten anderthalb Jahren dazu beigetragen, dass 168 Menschen in die Versicherungssysteme überführt werden konnten. Doch für viele sind solche Angebote nach wie vor ein unerreichbarer Luxus.

Forderungen nach Veränderung

Die BÜNDNISGRÜNEN in Sachsen fordern verstärkte Anstrengungen seitens der Regierung, um sicherzustellen, dass Menschen ohne Krankenversicherung nicht im Stich gelassen werden. Löser betont hier die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Sozialleistungsträgern. “Was kann für Menschen getan werden, die oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden?”, fragt er eindringlich und macht sich stark für die Verstetigung und den Ausbau der Clearingstelle des Sächsischen Anonymen Behandlungsschein e.V.

Insgesamt steht die Gesellschaft in Sachsen und Deutschland vor der Herausforderung, eine gerechtere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Die Situation der rund 72.000 Menschen ohne Krankenversicherungsschutz im ganzen Bundesgebiet sollte für alle Grund genug sein, sich für eine nachhaltige Lösung einzusetzen, die nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis greift.