Sachsens Schmalspurbahnen legen im November eine lange Pause ein!
Sächsische Schmalspurbahnen stellen im November 2025 den Betrieb ein. Instandhaltungsarbeiten und Einsparungen sind die Gründe.

Sachsens Schmalspurbahnen legen im November eine lange Pause ein!
In Sachsen stehen die Schmalspurbahnen vor einer Ruhepause. Ab dem 4. November 2025 bis Ende des Monats legen führende Bahnen wie die Fichtelbergbahn, die Lößnitzgrundbahn und die Weißeritztalbahn ihre Fahrten nieder, um notwendige Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Wie Sächsische.de berichtet, fallen die Dampflokomotiven in dieser Zeit komplett aus. Die Entscheidung zur Pause wurde auch durch Einsparungsmaßnahmen getroffen, die bis zum ersten Adventswochenende andauern.
Die betroffenen Bahnen sind:
- Fichtelbergbahn (Cranzahl – Oberwiesenthal)
- Lößnitzgrundbahn (Radebeul – Moritzburg – Radeburg)
- Weißeritztalbahn (Freital – Dippoldiswalde – Kurort Kipsdorf)
- Zittauer Schmalspurbahn
Wartung und Weiterbildung
Diese Betriebsunterbrechung ist nicht nur eine Frage der Einsparungen, sondern auch eine notwendige Zeit für Wartungsarbeiten und die Ausbildung von neuem Personal. Die Schmalspurbahnen nutzen die Gunst der Stunde, um Strecken und Fahrzeuge auf den neuesten Stand zu bringen. So steht beispielsweise der Austausch von Schwellen zwischen Hammerunterwiesenthal und Oberwiesenthal an, bei dem Kosten von etwa 100.000 Euro veranschlagt werden.
Besonders zu erwähnen ist, dass die Novembermonate traditionell als die schwächste Zeit für die Bahnen gelten, die größtenteils von Touristen frequentiert werden. MDR.de hebt hervor, dass aufgrund der geringen Nachfrage der Betrieb in dieser Zeit oft eingestellt wird.
Finanzielle Einschränkungen und Auswirkungen
Abgesehen von den angeordneten Pausen haben die Schmalspurbahnen auch mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung hat die Fördermittel für diese Bahnen im Doppelhaushalt 2025/26 geringfügig gesenkt. Wie Eisenbahn.de berichtet, wird die Finanzierung bis 2026 von 14 Millionen Euro auf 8 Millionen Euro reduziert. Diese drastische Kürzung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich.
Die Döllnitzbahn GmbH plant unter anderem, ihren Diesel- und Dampfverkehr um 10 Prozent in 2025 und 12 Prozent in 2026 zu reduzieren. Auch die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft muss Einschränkungen hinnehmen, vor allem auf der Strecke Zittau – Bertsdorf – Kurort Oybin/Kurort Jonsdorf, wo der Betrieb an mehreren Wochentagen eingestellt wird. Diese und viele andere Maßnahmen sind die Folge eines strengen Sparkurses der sächsischen Regierung.
Unter diesen Umständen wird es für die regionalen Schmalspurbahnen nicht einfach, auch zukünftig ein ansprechendes Angebot für ihre Gäste bereitzustellen. Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür sein, wie sich das Schicksal dieser historischen Bahnen entwickeln wird.