Gedenken in Pirna: Novemberpogrome 1938 nicht vergessen!

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Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Pirna: Akubiz erinnert an Dr. Benno Scholze und die Verfolgten des NS-Regimes.

Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Pirna: Akubiz erinnert an Dr. Benno Scholze und die Verfolgten des NS-Regimes.
Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Pirna: Akubiz erinnert an Dr. Benno Scholze und die Verfolgten des NS-Regimes.

Gedenken in Pirna: Novemberpogrome 1938 nicht vergessen!

In Pirna wird heute, am 7. November 2025, an die Novemberpogrome des Jahres 1938 erinnert. Vor einem markanten Stolperstein steht Alina Gündel vom Verein Akubiz und macht auf die tragischen Vorfälle aufmerksam, die in der grausamen Nacht das Antlitz der Stadt veränderten. Dr. Benno Scholze, der als Erzpriester bekannt war, zählt zu den Opfern des NS-Regimes und war ein Teil des christlichen Widerstands, der sich gegen die unmenschlichen Taten der Nationalsozialisten erhob. Stolpersteine wie dieser, der in Gedenken an ihn gesetzt wurde, sind ein wichtiges Symbol, das die Verfolgten des Naziregimes und deren Rolle im städtischen Leben nicht in Vergessenheit geraten lässt.

In einer Zeit, in der das Erinnern an solche Ereignisse von größter Bedeutung ist, betont Gündel die Wichtigkeit, die Namen der Verfolgten lebendig zu halten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ihre Geschichten in Vergessenheit geraten“, sagt sie eindringlich. Um das Bewusstsein zu schärfen, organisiert der Verein Akubiz einen Stadtrundgang, bei dem Informationen zu den Novemberpogromen vermittelt werden. Der Rundgang wird auch einige der eindrucksvollen Stolpersteine in Pirna einbeziehen, die passierenden Personen eine greifbare Verbindung zur Geschichte bieten.

Ein Zeichen gegen das Vergessen

Der Verein Akubiz hat sich die Aufklärung und das Gedenken an die Verfolgten zur Aufgabe gemacht. Veranstaltungen wie dieser Stadtrundgang sind Gelegenheiten für die Bürgerinnen und Bürger, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei wird nicht nur auf die dunklen Kapitel der Vergangenheit hingewiesen, sondern auch ein Zeichen gesetzt, dass derartige Unrechtssysteme nie wieder passieren dürfen. „Die Menschen müssen wachsam sein und sich gegen jede Form von Diskriminierung erheben“, mahnt Gündel weiter.

Der Rundgang bietet eine wertvolle Möglichkeit, mehr über die lokale Geschichte zu erfahren und ins Gespräch zu kommen. In einer Gesellschaft, in der immer noch Rassismus und Antisemitismus präsent sind, stellt das Gedenken einen wichtigen Baustein dar, um gemeinsam für eine tolerante und respektvolle Zukunft einzutreten. Die Stolpersteine fungieren hier als stumme Zeugen, die uns ständig daran erinnern, dass die Vergangenheit nicht nur Teil der Geschichte ist, sondern auch in der heutigen Zeit von Bedeutung bleibt.

In einer Stadt wie Pirna, die reich an Geschichte ist, liegt es an der heutigen Generation, das Erbe derjenigen zu bewahren, die unter dem Unrecht gelitten haben. Der Verein Akubiz und die Initiativen zur Erinnerung sind daher nicht nur eine Hommage an die Vergangenheit, sondern auch ein Aufruf zur Achtsamkeit für die Zukunft.