Vogelgrippe in Sachsen: Alarmstufe Rot für Geflügelhalter!
In Sachsen gibt es erste Verdachtsfälle von Vogelgrippe. Geflügelhalter sind aufgefordert, ihre Tiere zu schützen und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Vogelgrippe in Sachsen: Alarmstufe Rot für Geflügelhalter!
In Sachsen hat die Vogelgrippe Einzug gehalten: Erste Verdachtsfälle wurden bei einzelnen Wildvögeln festgestellt. Die Situation bereitet den Tierhaltern Sorgen, denn das Risiko einer Ansteckung mit dem heimtückischen Virus steigt, auch bei Nutztieren. Geflügelhalter sind daher aufgefordert, ihre Tiere sicher in Ställen unterzubringen und wildvogelsichere Volieren zu nutzen. Zudem sind strenge Hygienemaßnahmen unerlässlich, um die Tiere bestmöglich zu schützen. Wie das MDR berichtet, sollten auffällige Symptome wie vermehrte Todesfälle oder verminderte Futter- und Wasseraufnahme sofort beim Veterinäramt gemeldet werden.
Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die besonders bei Geflügelarten oft tödlich verläuft. Der Fachmann empfiehlt, im Zweifelsfall einen Tierarzt hinzuzuziehen. Diese Maßnahme könnte entscheidend sein, um die Ausbreitung zu bremsen und die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten.
Erweiterte Maßnahmen und Ausbrüche
Die Situation könnte sich jedoch verschärfen. In ganz Deutschland und Europa breitet sich die Vogelgrippe aus. Jüngste Meldungen zeigen, dass in Baden-Württemberg 15.000 Tiere in einem Geflügelbetrieb gekeult wurden. Tausende Kraniche haben bereits ihr Leben verloren. Das ZDF hebt hervor, dass die Tierseuche ganzjährig in Deutschland vorkommt, sich aber mit dem Vogelzug im Herbst verstärkt. Zudem hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko für weitere Ausbrüche auf “hoch” heraufgesetzt.
In verschiedenen Bundesländern, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, sind die Geflügelbestände besonders betroffen. Bislang wurden bundesweit 29 Ausbruchsherde bei Wildvögeln erfasst, wobei insbesondere die Kraniche im Fokus stehen. Schätzungen zufolge sind in dieser Saison bereits etwa 2.000 Kraniche an der Geflügelpest verendet, was die Dringlichkeit der Situation verdeutlicht.
Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen
Für die Bevölkerung besteht glücklicherweise momentan kein besonderes Risiko schwerwiegender Erkrankungen, trotzdem ist Vorsicht geboten. Es wird geraten, den Kontakt zu toten Vögeln zu vermeiden, um eine mögliche Virusverbreitung zu verhindern. Das Tagesschau unterstützt diese Strategie und weist darauf hin, dass Kontakt zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln umgehend den Behörden gemeldet werden sollte.
Die Landwirtschaft steht unter Druck, da bereits über 200.000 Nutztiere in diesem Herbst aufgrund massiver Ausbrüche getötet werden mussten. In Niedersachsen etwa wurden 20.500 Puten aus Sicherheitsgründen gekeult, während in Mecklenburg-Vorpommern in zwei Großbetrieben mit Legehennen knapp 150.000 Tiere den Anordnungen zum Opfer fielen. Die genaue Ausbreitungsgefahr bleibt abzuwarten, doch klar ist: Hier ist ein gutes Händchen gefragt, um die weitere Verbreitung zu stoppen und die Tierbestände zu sichern.