Alarmstufe Rot: Vogelgrippe breitet sich rasant im Eichsfeld aus!

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Vogelgrippe breitet sich im Eichsfeld aus; Kraniche verenden, Sicherheitsmaßnahmen für Geflügel werden verstärkt.

Vogelgrippe breitet sich im Eichsfeld aus; Kraniche verenden, Sicherheitsmaßnahmen für Geflügel werden verstärkt.
Vogelgrippe breitet sich im Eichsfeld aus; Kraniche verenden, Sicherheitsmaßnahmen für Geflügel werden verstärkt.

Alarmstufe Rot: Vogelgrippe breitet sich rasant im Eichsfeld aus!

Die Vogelgrippe breitet sich im Eichsfeld dramatisch aus. Heute wurden sechs tote Kraniche am Seeburger See in der Samtgemeinde Radolfshausen gefunden. Zudem ist ein toter Vogel in Dingelstädt entdeckt worden, und im Südharz gibt es einen bestätigten Fall. Die qualvollen Todesfälle werden derzeit auf den Erreger untersucht; die Ergebnisse erwartet man im Laufe dieser Woche. Mit diesen Fällen steigt die Besorgnis, da die Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland alarmierende Ausmaße annimmt. Laut tagesschau.de verendeten bereits etwa 2.000 Kraniche während des Vogelzugs nach Süden, was in dieser Form noch nie gesehen wurde.

Um die Situation unter Kontrolle zu halten, hat Agrarminister Alois Rainer (CSU) ein virtuelles Treffen mit seinen Länderkollegen anberaumt. Auch in Niedersachsen wird bereits über eine Stallpflicht laut nachgedacht – nicht zuletzt aufgrund der über 9.000 bereits gekeulten Puten und Enten in Brandenburg und den mehr als 150.000 Legehennen in Mecklenburg-Vorpommern. Mdr.de berichtet, dass das Friedrich-Löffler-Institut durchaus Hoffnung hat, die Ausbreitung noch abwenden zu können, solange die relevanten Maßnahmen, wie die Sammlung und sichere Entsorgung toter Wildvögel, schnell umgesetzt werden.

Situationsbewusstsein unter Landwirten

Der Landwirt Sascha Wedekind hat die Alarmzeichen erkannt und plant, seine drei Hühnermobile vor dieser Krankheit zu schützen. “Eine generelle Stallpflicht ist zu erwarten”, sagte Wedekind. Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig, denn die gefährliche Krankheit ist nicht nur für Wildvögel, sondern auch für Nutzgeflügel stark ansteckend. Der Jäger Jürgen Werner, der die toten Kraniche entdeckte, vermutet eine Infektion durch das Virus, welches nun das Gesundheitssystem der Vögel auf die Probe stellt.

Die Möglichkeit einer Impfung gegen die Vogelgrippe ist zwar in Europa gegeben und wird insbesondere in Frankreich für Enten eingesetzt, jedoch stehen die Landwirte dem Thema weiterhin skeptisch gegenüber. Hohe Kosten sowie Maßnahmen, die den Export negativ beeinflussen können, stehen dem entgegen. Innerhalb Deutschlands spricht die Berichterstattung auf goettinger-tageblatt.de dafür, dass man hofft, es bliebe bei Einzelfällen ohne größere Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung oder die bevorstehenden Feiertagsbraten.

Lokales Leben und Sicherheitsmaßnahmen

Die Sorgen um die Vogelgrippe bleiben jedoch allgegenwärtig. Besonders wenn man bedenkt, dass die auch in Zukunft gefährlichen Ausbrüche nicht nur die Tierwelt betreffen, sondern letztlich auch direkt bei uns auf dem Tisch landen könnten. In der Zwischenzeit werden aber alle notwendigen Schritte unternommen, um die Situation als Gemeinschaft bestmöglich zu bewältigen.