Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Erfurts neues Unterstützungsnetzwerk

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Erfurt setzt Maßnahmen gegen häusliche Gewalt: Schutz, Aufklärung und Unterstützung durch ein starkes Netzwerk ab 24.09.2025.

Erfurt setzt Maßnahmen gegen häusliche Gewalt: Schutz, Aufklärung und Unterstützung durch ein starkes Netzwerk ab 24.09.2025.
Erfurt setzt Maßnahmen gegen häusliche Gewalt: Schutz, Aufklärung und Unterstützung durch ein starkes Netzwerk ab 24.09.2025.

Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Erfurts neues Unterstützungsnetzwerk

In Erfurt wird das Thema häusliche Gewalt mit Nachdruck angegangen. Die Stadt hat ein Netzwerk ins Leben gerufen, das sich aus verschiedenen Akteuren zusammensetzt: Verwaltung, Polizei, Justiz, Frauenschutzeinrichtungen und sozialen Trägern. Ziel ist es, Betroffenen schnelle Hilfe und Schutz zu bieten und ein klar strukturiertes Hilfesystem zu etablieren. Susette Schubert, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, bringt es auf den Punkt: „Der Schutz von Betroffenen hat oberste Priorität“.

Häusliche Gewalt wird als ein ernstes gesellschaftliches Problem betrachtet, das jeden angeht. Die Erfurter Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und aktiv gegen Gewalt zu handeln. Das Netzwerk hat sich klare Ziele gesetzt: von der Aufklärung und Prävention zur Vermeidung von Gewalt über mehr Transparenz im Vorgehen bis hin zu besserer Vernetzung der verfügbaren Angebote. Geplant sind unter anderem Informationsveranstaltungen, Fachforen und Multiplikatorenschulungen, die zur Sichtbarmachung des Themas beitragen sollen.

Gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen

Ein besonderes Highlight im Veranstaltungskalender ist die Spendenveranstaltung „Sisters of Comedy“, die am 10. November stattfinden wird. Die Einnahmen sollen Frauenschutzeinrichtungen zugutekommen. Zudem sind Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November vor dem Rathaus geplant, die weitere Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema lenken sollen.

Die facettenreiche Problematik häuslicher Gewalt zieht sich durch alle Schichten der Gesellschaft. Frauen haben das Recht, über ihr eigenes Leben zu bestimmen und müssen sich in keinem Fall schämen. Gewalt kann viele Formen annehmen: von Demütigungen und Beleidigungen über körperliche Übergriffe bis hin zu sexueller Nötigung. Diese Arten von Gewalt haben oft gravierende Folgen für die betroffenen Frauen und ihre Kinder.

Hilfsangebote für Betroffene

In Erfurt gibt es verschiedene Unterstützungsangebote, die Betroffenen von häuslicher Gewalt zur Seite stehen können. Neben einem Frauenhaus, das anonymen Schutz bietet und den Frauen ermöglicht, sich frei zu bewegen, gibt es auch Beratungsstellen, die wichtige Informationen über Hilfs- und Schutzmöglichkeiten bereitstellen. Ein Auszug aus dem Frauenhaus ist jederzeit möglich, und während des Aufenthalts steht eine Mitarbeiterin zur Unterstützung zur Verfügung.

  • Frauenhaus/Frauenberatungsstelle: 0361 7462145
  • Frauennotruf nach 18.00 Uhr und am Wochenende: 0163 8880672
  • Bundesweites Hilfetelefon für Frauen: 0800 116016
  • Polizei: 110

Die Gesellschaft ist gefordert, einen aktiven Beitrag zu leisten und auch selbst Männer und Frauen, die in Not sind, zu unterstützen. Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt in Erfurt bringt daher alle Beteiligten zusammen, um effektiv und nachhaltig an der Problematik zu arbeiten. Weitere Informationen finden Interessierte auf den Websites von erfurt.de und stadtmission-erfurt.de.