Aufbruch in die Zukunft: Modellregion Glas startet grüne Energiewende!
Am 25.06.2025 startet die „Modellregion Glas“ in Hildburghausen zur Dekarbonisierung der Glasindustrie durch erneuerbare Energien.

Aufbruch in die Zukunft: Modellregion Glas startet grüne Energiewende!
Heute, am 25. Juni 2025, hat die Glasbranche in Deutschland einen bedeutenden Schritt Richtung nachhaltige Energien gemacht. In der neu ins Leben gerufenen „Modellregion Glas“ wird intensiv an der Erprobung des Umstiegs von fossilen Brennstoffen wie Erdgas auf erneuerbare Energien gearbeitet. *insuedthueringen.de* berichtet, dass Vertreter von vier Unternehmen sowie vier Landkreisen, unterstützt von den Wirtschaftsministerien von Bayern und Thüringen, ein Kooperationspapier unterzeichnet haben, um die Dekarbonisierung der Glasindustrie voranzutreiben.
Das ambitionierte Ziel dieser Initiative ist es, die normalerweise mit Erdgas betriebenen Glaswannen durch nachhaltige Energiequellen zu ersetzen. Geplante Optionen hierbei sind Fotovoltaik, Windkraft und potenziell grüner Wasserstoff. Diese Transformation ist nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern auch eine Reaktion auf die Herausforderungen, die die neuen gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung mit sich bringen.
Eine Branche unter Druck
Die Glasindustrie gehört zu den energieintensivsten Sektoren in Deutschland und steht unter großem Druck, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Aktuell hat Deutschland das ehrgeizige Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken und bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Glasindustrie gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Die *ier.uni-stuttgart.de* hebt hervor, dass die Glasindustrie im Jahr 2019 rund 3,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursachte und dabei 14 Terawattstunden fossile Energieträger sowie 5 Terawattstunden Strom einsetzte.
Der Weg zur Klimaneutralität ist jedoch kein Spaziergang. Laut einer Studie des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, die im Auftrag des Bundesverbands Glasindustrie e.V. erstellt wurde, sind signifikante Investitionen erforderlich. Die Kosten der Transformation in der Glasindustrie werden auf zwischen 3,2 und 5,6 Milliarden Euro geschätzt – mindestens doppelt so hoch wie im Szenario „Business as Usual“, das nicht auf erneuerbare Energien setzt.
Vielfältige Szenarien für die Zukunft
In der besagten Studie wurden vier Szenarien zur Dekarbonisierung der Glasindustrie erarbeitet: vom „Business as Usual“ über Elektrifizierung und Wasserstoff bis hin zum Hybridszenario. Um die Umstellung erfolgreich zu gestalten, müssen konventionell mit Erdgas beheizte Schmelzwannen durch Technologien ersetzt werden, die durch Grünstrom und Wasserstoff betrieben werden. *klimaschutz-industrie.de* macht deutlich, dass der Ausbau der Ökostromproduktion und der Aufbau von Wasserstoffnetzwerken entscheidend für diesen Transformationsprozess sind.
Die Herausforderungen sind groß, aber der Wille zur Veränderung ist stark. Unterstützende Umweltregulierungen werden dringend benötigt, um die Glasindustrie dabei zu unterstützen, wettbewerbsfähige Preise zu halten – nur so kann die Branche auch in Zukunft erfolgreich sein. Da liegt gewaltig etwas an, und als Gesellschaft müssen wir die Glasindustrie bei diesem dringend notwendigen Wandel unterstützen!