Baugleisen-Drama: Jena kämpft mit Kosten und Vollsperrungen!

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Jena plant umfangreiche Straßenbahnausbauarbeiten, die 2023 beginnen. Kritik an Kosten, neue Buslinie ab 2026. Wiederinbetriebnahme 2025.

Jena plant umfangreiche Straßenbahnausbauarbeiten, die 2023 beginnen. Kritik an Kosten, neue Buslinie ab 2026. Wiederinbetriebnahme 2025.
Jena plant umfangreiche Straßenbahnausbauarbeiten, die 2023 beginnen. Kritik an Kosten, neue Buslinie ab 2026. Wiederinbetriebnahme 2025.

Baugleisen-Drama: Jena kämpft mit Kosten und Vollsperrungen!

In Jena stehen die nächsten Jahre im Zeichen des Nahverkehrsausbaus. Wie MDR berichtet, führt die Neuberechnung älterer Planungen zu überraschenden Mehrkosten, die seit acht Jahren im Raum stehen. Diese zusätzlichen finanziellen Belastungen sorgen bereits jetzt für kritische Stimmen seitens der Stadträte der Linken und der Bürger für Jena. Sie haken nach, warum die Baukosten so in die Höhe geschossen sind und fordern mehr Transparenz.

Die Bauvorhaben belasten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer stärker als ursprünglich vorgesehen. Insbesondere die Vollsperrungen, die wesentliche Bereiche nördlich der Brückenstraße betreffen, haben Auswirkungen auf den täglichen Verkehr. Die ursprünglich geplanten Provisorien und halbseitigen Sperrungen entfallen, was mit einer intensiveren Verkehrsbelastung und umfangreichen Umleitungen einhergeht.

Verkehrsprojekte und Buslinien

Um den Herausforderungen des Nahverkehrs zu begegnen, wurde im Stadtrat auch eine neue Buslinie beschlossen. Diese wird die Strecke Drackendorf – Lobeda-Altstadt – Lichtenhain – Ziegenhain bedienen und als Testprojekt für die Dauer von 18 Monaten fungieren. Über 800 Bürger haben bereits ihre Unterstützung für diesen Antrag bekundet, was zeigt, dass die Anwohner hinter diesem Vorhaben stehen. Die neue Linienführung soll wochentags im Zweistundentakt starten, sobald die benötigten Kleinbusse bereitgestellt sind. Der geplante Start der Buslinie ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.

Die Modernisierung der Straßenbahn-Infrastruktur in Jena-Nord hat im Oktober 2023 begonnen und bringt zudem einige Änderungen im Linienverkehr mit sich. So wird es von März bis April 2024 eine Vollsperrung zwischen den Haltestellen Nordschule und Altenburger Straße geben – eine Maßnahme, die in Verbindung mit der Installation einer neuen, leistungsstärkeren Oberleitung steht. Auch hier ist der Fahrplan betroffen: Die Straßenbahnlinien 1 und 4 fahren nur zwischen Lobeda-West und Holzmarkt, während die Linie 5 im 10-Minuten-Takt zwischen Lobeda-Ost und Nordschule pendelt.

Langfristige Ziele

Nach Abschluss der Baumaßnahme am 18. April 2024 wird die Linie 5 von Lobeda-Ost bis Löbdergraben verkehren, bevor sie zur Linie 1 bis nach Zwätzen wechselt. Eine neue Direktverbindung zwischen Lobeda-Ost und Zwätzen ist für Dezember 2025 geplant, was eine weitere Verbesserung des Nahverkehrs in Jena darstellen könnte. Auch die Haltestellen Ernst-Abbe-Platz sollen im ersten Halbjahr 2025 wieder in Betrieb genommen werden, wobei hier die neuen Fahrdrähte voraussichtlich Ende Mai verlegt werden.

Die Stadt Jena hat sich zudem vorgenommen, bis 2030 alle Haltestellen des Nahverkehrs barrierefrei umzubauen. Dies wird zu 75 % durch Bundesmittel finanziert, was zusätzliche Entlastung für die Stadt und die Bürger:innen bedeutet. Die umfassenden Sanierungsarbeiten, die von der Stadtwerke Jena initiiert wurden, sind notwendig, um den Nahverkehr zukunftssicher zu gestalten und die Erreichbarkeit für alle Bürger zu gewährleisten, wie Stadtwerke Jena anmerkt.