Skandal in Nordhausen: Unerlaubte Therapie und sexuelle Übergriffe!

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In Nordhausen wird ein nicht approbierter Therapeut beschuldigt, Patientinnen sexuell belästigt zu haben. Ermittlungen laufen.

In Nordhausen wird ein nicht approbierter Therapeut beschuldigt, Patientinnen sexuell belästigt zu haben. Ermittlungen laufen.
In Nordhausen wird ein nicht approbierter Therapeut beschuldigt, Patientinnen sexuell belästigt zu haben. Ermittlungen laufen.

Skandal in Nordhausen: Unerlaubte Therapie und sexuelle Übergriffe!

In einer schockierenden Wendung der Ereignisse wird einem Therapeuten in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie bei Nordhausen vorgeworfen, ohne Approbation gearbeitet zu haben. Herr B. soll sich unprofessionell verhalten und unangemessene Nachrichten an Patientinnen gesendet haben. Eine 20-jährige Patientin namens Marie Pfennig* berichtete, dass er ihr seine private Handynummer für “Notfälle” gegeben und sie zu einem privaten Treffen eingeladen hat. Dies ist nur einer von mehreren gravierenden Vorwürfen, die auf sexuellen Missbrauch hinweisen. Eine weitere Patientin, erst 15 Jahre alt, schildert, dass Herr B. sie überredete, sich außerhalb der Praxis zu treffen, wo er sie unangemessen berührte. Diese Situationen lassen die Wellen in der Gemeinde hoch schlagen.

Die Ermittlungen der Polizei sind bereits im Gange. Der Landespolizeidirektion Nordhausen sind mehrere Fälle bekannt; viele Patientinnen haben bereits Anzeige erstattet. Die zuständige Approbationsstelle hat bestätigt, dass Herr B. einen Antrag auf Approbation gestellt hat, jedoch die erforderlichen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht wurden, was schwerwiegende Folgen hat. Laut dem Bericht von MDR ist die Thüringer Landesärztekammer bereits aktiv geworden und hat gegen Herrn B. Strafanzeige eingereicht sowie ein berufsrechtliches Ermittlungsverfahren gegen die Ärztin Dr. Franziska S. eingeleitet.

Die Rolle der Praxis

Spannend ist die Rolle von Dr. Franziska S., die Herrn B. die Therapiestunden überließ. Obendrein gibt es den Verdacht, dass sie die Stunden von Herrn B. gegenüber den Kassen abgerechnet hat, obwohl er keine Approbation besitzt. Dr. S. hat seit Mitte Oktober ihre Zulassung verloren, kann jedoch weiterhin privat abrechnen. Ihre Rechtsanwältin äußert sich aufgrund der laufenden Verfahren nicht zu den Vorwürfen, was die Situation zusätzlich kompliziert. Vor kurzem war Herr B. noch als “Psychologe” auf der Webseite der Praxis gelistet, eine Information, die mittlerweile entfernt wurde.

Die Thüringer Landesärztekammer hat klargestellt, dass psychologische Tätigkeiten im Zusammenhang mit Krankheitsbildern dem Arztvorbehalt unterliegen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der Approbation, die für die Berufszulassung in der Psychotherapie erforderlich ist. Gemäß den Informationen von DGSF ermöglicht eine Approbation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, ihre Patienten professionell und rechtlich abgesichert zu betreuen.

Der Stand der Ermittlungen

Aktuell nehmen die Ermittlungen weiter Fahrt auf. Die Polizei hat die Vorfälle ernst genommen und ermittelt in alle Richtungen. Es bleibt zu hoffen, dass die verantwortlichen Personen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies könnte auch zu einer Überprüfung der Regularien führen, um sicherzustellen, dass künftig eine solche Situation verhindert werden kann. Der Fall steht auch im Kontext einer breiteren Diskussion über die Approbationsausbildung in der systemischen Therapie, die seit 2008 gesetzlich anerkannt ist, wie die DGSF berichtet.

In einer Zeit, in der der Druck auf den Gesundheitssektor hoch ist und die Anforderungen an Fachkräfte stetig steigen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Herausforderungen bei der Sicherstellung der Qualität und des Schutzes der Patienten im Bereich der Psychotherapie ernst genommen werden. Die laufenden Ermittlungen und die darauf folgenden Maßnahmen könnten einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung darstellen.

In einer anderen Branche sorgt der internationale Tourismus für Aufsehen. Die Rückkehr zur Normalität nach der Pandemie zeigt positive Signale: Laut Untourism wird erwartet, dass die internationalen Touristenankünfte bis Ende 2024 auf das Niveau von 2019 zurückkehren. Diese Entwicklungen betreffen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zur Stabilität im Gesundheitssektor beitragen könnten.