Riesengroßes Gerüst für Schloss Heidecksburg: Historische Sanierung beginnt!
Schloss Heidecksburg in Thüringen wird ab Oktober 2025 saniert. Besucherinfos und geplante Renovierungen im Artikel.

Riesengroßes Gerüst für Schloss Heidecksburg: Historische Sanierung beginnt!
Ab Anfang Oktober 2025 wird es anspruchsvoll auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt: Der Westflügel des historischen Bauwerks wird eingerüstet, sodass die dringend benötigte Dachsanierung starten kann, die für 2026 angesetzt ist. Birgit Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, gab die Pläne am Montag bekannt und betonte, dass die Arbeiten notwendig sind, um den historischen Dachstuhl zu sanieren und den Wassereintritt, der bereits Schäden verursacht hat, zu stoppen. Die Größe des Gerüsts wird erhebliche Dimensionen annehmen, denn es soll bis zu 70 Meter hoch sein und der Aufbau wird rund vier Monate in Anspruch nehmen, berichtet Tagesschau.
Für die Besucher wird sich während der Sanierungsphase einiges ändern. Der Rokoko-Saal im Westflügel muss voraussichtlich bis Ende 2028 geschlossen bleiben. Ab März 2026 wird abschnittsweise das Dach geöffnet, um die Arbeiten am Dachstuhl durchzuführen. Auch in den darunter liegenden Räumen sind bereits Feuchtigkeitsschäden festgestellt worden, was die Dringlichkeit der Maßnahmen verdeutlicht. Laut Thueringer Schlösser bleiben das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg und andere attraktive Räume während der Bauarbeiten für die Besucher zugänglich.
Umfangreiche Sanierungsarbeiten im gesamten Schloss
Die Sanierung von Schloss Heidecksburg hat ein Gesamtvolumen von etwa 35 Millionen Euro. Diese Mittel fließen in die Restaurierung des West- und Nordflügels, des Marstalls und der Säulensäle. Wissenschaftlich begleitet werden die Arbeiten durch Restauratoren und Architekten, die den historischen Charakter des Schlosses wahren müssen, während gleichzeitig moderne Anforderungen an den Brandschutz und die Statik eingehalten werden. Coolis berichtet über die umfassenden baulichen Mängel, die am Dach und der Fassade festgestellt wurden; vor allem die Schiefereindeckung ist stark verwittert.
Die Arbeiten sind Teil eines größeren Plans zur Erhaltung von Thüringens historischem Erbe. Insgesamt stehen für 23 Sanierungsprojekte im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I stolze 200 Millionen Euro zur Verfügung, wobei die Finanzierung zur Hälfte von Bund und Land Thüringen getragen wird. In diesem Kontext erhält Schloss Heidecksburg besondere Aufmerksamkeit, da es einst die Residenz der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt war.
Das Museum bleibt geöffnet
Für alle Kulturinteressierten besteht jedoch kein Grund zur Sorge, denn das Museum wird während der Bauarbeiten weiterhin geöffnet sein. Die Porzellangalerie, die Räume im Südflügel sowie „Rococo en miniature“ bleiben für die Besucher zugänglich, ebenso wie der Nordflügel, bis die Sanierungsarbeiten dort beginnen. Während der Schließung der bedeutendsten Räume des Westflügels plant die Stiftung, diese virtuell erfahrbar zu machen, um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, die Kulturgeschichte auch während der Bauzeit zu erleben.
Zusammenfassend steht Schloss Heidecksburg vor einer aufregenden, wenn auch herausfordernden Zeit, in der historische Substanz bewahrt und gleichzeitig auf moderne Standards gebracht wird. Ein gutes Händchen müssen dabei die Verantwortlichen haben, um die komplexen Abläufe zu managen und den Museumsbetrieb aufrechtzuerhalten.